Bushmills

Herkunft: United Kingdom (Nordirland)/ County Antrim

Der “Bushmills” Whiskey entstammt der Gegend um Bushmills in der Grafschaft Antrim und einem Ort, der seit beinahe 400 Jahren mit Whiskey in Zusammenhang steht.
Eine der Geschichten besagt, dass bereits 1276 ein gewisser Sir Robert Savage of Ards seinen Truppen vor der Schlacht gegen die Iren mit einem großen Schluck „Lebenswasser“, „Aqua Vitae“, zu Mut verholfen haben soll. 1608 dann verlieh König James I. Sir Thomas Phillipps eine ordentliche Lizenz... ... >> weiterlesen


Bushmills

Der “Bushmills” Whiskey entstammt der Gegend um Bushmills in der Grafschaft Antrim und einem Ort, der seit beinahe 400 Jahren mit Whiskey in Zusammenhang steht.
Eine der Geschichten besagt, dass bereits 1276 ein gewisser Sir Robert Savage of Ards seinen Truppen vor der Schlacht gegen die Iren mit einem großen Schluck „Lebenswasser“, „Aqua Vitae“, zu Mut verholfen haben soll. 1608 dann verlieh König James I. Sir Thomas Phillipps eine ordentliche Lizenz zum Whiskey-Brennen. Die eigentliche Bushmills Destillerie entstand erst um 1784, zu diesem Zeitpunkt findet sich der Eintrag Hugh Andersons „Bushmills Whiskey Company“ in das örtliche Handelsregister. Zwischen 1784 und 1860 wurde die Brennerei immer wieder auch für längere Phasen stillgelegt, bis 1860 die Spirituosen-Händler James McColgan und Patrick Corrigan die Brennerei kauften und eine „Limited Company“ gründeten.
Nachdem die originale Brennerei 1885 durch ein Feuer komplett zerstört worden war, baute man sie zügig wieder auf, und konnte so 1890 mit einem eigenen Dampfschiff, der „SS Bushmills“ den Bushmills Whiskey direkt selbst über den Atlantik nach Philadelphia und New York, sowie nach Singapur, Hongkong, Shanghai und Yokohama liefern. Obwohl der Absatzmarkt vor allem in den USA für die irische Whiskey-Industrie eminent wichtig war, schaffte es Bushmills, die harten Zeiten der Prohibition zu überstehen und man konnte bei Ende der Prohibition glücklicherweise große Whiskey-Bestände vorweisen und damit die sprunghaft ansteigende Nachfrage dank voller Lager problemlos decken.
1972 schließlich wurde Bushmills von den „Irish Distillers“ übernommen, die wiederum 1988 von „Pernod Ricard“ gekauft wurden. Im Juni 2005 kaufte „Diageo“ Bushmills, 2014 dann tauschte man die Marke mit „Casa Cuervo“ gegen einen 50%igen Anteil an „Don Julio Tequila“. Heute wird sämtlicher Bushmills Whiskey vor Ort in Antrim in der eigenen Destillerie gebrannt, das Wasser dafür bezieht man aus einem Seitenast des Bush River, dem Saint Columb’s Rill.

Das aktuelle Sortiment umfasst den „Bushmills Original“, einen Grain Whiskey aus amerikanischen Eichenfässern, manchmal auch „White Bush“ oder „Bushmill White Label“ genannt. Der „Black Bush“ mit deutlich höherem Malt Whiskey Anteil und in ehemaligen Oloroso Sherry-Fässern gereift, eine Reihe Single Malt Abfüllungen im Alter von zehn, zwölf, 16 und 21 Jahren. Wobei der Zwölfjährige eine Sonderausgabe, gereift überwiegend in ehemaligen Sherry-Fässer ist, und der 16-Jährige Single Malt Whiskeys aus ex-Bourbon-, ex-Sherry und ex-Portwein-Fässern enthält. Der 21-jähige Bushmills wird jährlich in limitierter Abfüllung angeboten, meist in Bourbon- und Oloroso Sherry-Fässern gereift, bevor er vermählt wurde und abschließend zwei Jahre in Madeira-Fässern verbrachte.
Der „Bushmills 1608” ist eine Spezial-Abfüllung anlässlich des 400-jährigen Whiskey-Jubiläums.