Weißwein

Weißwein

Weißwein wird mittlerweile in vielen Regionen auf der ganzen Welt angebaut, die die klimatisch
erforderlichen Voraussetzungen bringen. Wie bei Rotwein wird auch der besondere Charakter des Weißweines
von der Traubensorte geprägt. Denn im Hinblick auf Aroma, Farbe, Säure, Körper und Alkoholgehalt
bringt jede Traubensorte sich auf ihre Eigenart mit ein.
Von den mehreren tausend der europäischen Rebe (Vitis vinifera) weltweit angebauten Rebsorten,
sind jedoch nur wenige für die Weinherstellung geeignet.

Die bekanntesten weißen Traubensorten, um nur einige zu nennen, sind:
Chardonnay (wird verwendet für die erlesenen weißen Burgunder und zur Champagner Herstellung)
Riesling   (hochwertige in Deutschland und vielen europäischen Ländern verwendete Rebsorte,
aus ihr wird ein frisch spritziger und (halb)trockenen Wein erzeugt).
Sauvignon Blanc  (wird oft mit Semillon für süße Weine verschnitten)
Semillon (ist diese Sorte mit Edelfäule befallen so entstehen köstliche edelsüße Bordeaux-Weißweine)
Chenin Blanc (aus ihr werden trocken bis süße Weine und Schaumwein hergestellt)
Grauburgunder, Rivaner (MüllerThurgau), Muskateller und Scheurebe.

Die Erzeugung von Weißwein unterscheidet sich zur Herstellung von Rotwein im Prinzip dadurch,
dass die Trauben sofort nach der Lese gekeltert werden und der reine Most ohne Beerenhäute vergoren wird.
Weiße Trauben kommen beim Quetschen und Pressen viel häufiger mit Luft in Berührung,
weshalb Weißwein stärker vor schädlichen Bakterien geschützt werden muss.
Weißwein wird bei niedrigeren Temperaturen gegärt als Rotwein, um möglichst das frische Aroma und die Fruchtigkeit zu erhalten.
Nach der Gärung in großen Edelstahltanks, werden Klärbehandlungen durch Abkühlen und Zentrifugieren und Filtrieren durchgeführt,
damit die Weine sich vor dem Abfüllen stabilisieren.

Werden rote Trauben wie Weißwein verarbeitet, erhält man Rose-Wein.