Tamdhu

Herkunft: UK (Schottland)/ Schottland (Speyside)

Als 1863 die Strathspey Eisenbahnlinie in die Speyside kam, stand zum allerersten Mal in der Geschichte der Gegend ein zuverlässiges Transportmittel zur Verfügung. Als Folge davon entstanden in der Region eine Reihe von Destillerien, eine davon war die Tamdhu Brennerei. Gegründet 1896 von einer Gruppe Whisky-Blender, unter ihnen auch „William Grant & Söhne“, designt und erbaut vom bekannten Architekten Charles C. Doig, liegt Tamdhu - Gälisch für kleiner, dun... ... >> weiterlesen


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Tamdhu

Als 1863 die Strathspey Eisenbahnlinie in die Speyside kam, stand zum allerersten Mal in der Geschichte der Gegend ein zuverlässiges Transportmittel zur Verfügung. Als Folge davon entstanden in der Region eine Reihe von Destillerien, eine davon war die Tamdhu Brennerei. Gegründet 1896 von einer Gruppe Whisky-Blender, unter ihnen auch „William Grant & Söhne“, designt und erbaut vom bekannten Architekten Charles C. Doig, liegt Tamdhu - Gälisch für kleiner, dunkler Hügel- an den nördlichen Ufern des Flusses Spey in unmittelbarer Nachbarschaft zu den Brennereien Knockando, Cardhu und Dailuaine.
Im Sommer 1897 füllte man die ersten Fässer Tamdhu Whisky ab, doch bereits Ende 1897 begannen juristische Auseinandersetzungen mit benachbarten Brennereien, bei denen es in erster Linie um die Nutzung von Wasser und das Entlassen von Abwässern in den Spey ging. Man einigte sich, und kurz darauf schloss sich die „Tamdhu Distillery Company“ den „Highland Distillers“ an, zu deren Teilhabern ohnehin zahlreiche der bei Tamdhu involvierten Whisky Blender gehörten. Von 1911 bis 1913 erfuhr Tamdhu eine erste Schließ-Periode, 1928 folgte die Zweite, kurz bevor die große Depression die Welt aus ihren bis dato bekannten Fugen hob. 20 Jahre lang blieb die Brennerei geschlossen, erst im Juli 1948 wurde wiedereröffnet und kurz darauf, 1950, ersetzte man die traditionelle Tennenmälzerei durch die automatischen „Saladin Boxes“.
Die 1950er und 1960er Jahre waren wenig ereignisreich, Mitte der 60er Jahre verdoppelte man die Mälzerei-Kapazität und erst 1970 machte Tamdhu wieder auf sich aufmerksam, als 1972 die Anzahl der Brennblasen von vormals zwei auf dann vier erhöht wurde, 1975 kam ein weiteres Paar hinzu. 1976 schließlich erschien der Tamdhu das erste Mal als Single Malt, damals in einer Abfüllung als achtjähriger Whisky. 2010 im April folgte die dritte Schließzeit Tamdhus, inzwischen zugehörig zur „Edrington Group“, zu der die „Highland Distillers“ inzwischen gehörten, bis man die Brennerei im Juni 2011 an Ian MacLeod verkaufte, der den Brennereibetrieb im Mai 2013 wieder aufnahm.
Eine Besonderheit Tamdhus heute sind die 1950 installierten Saladin-Boxes für das Mälzen der Gerste. Damit ist die Brennerei eine von ganz Wenigen, die heute noch die benötigte gemälzte Gerste (vorwiegend der Sorten Cellar, Optic & Golden Promise) komplett selbst herstellen. Der bis zum Besitzerwechsel produzierte Whisky wurde vor Allem zur Herstellung von verschiedener Whisky Blends wie „The Famous Grouse“, „Cutty Sark“ oder „J&B“ verwendet.
Das Standard-Portfolio (2017) Tamdhus umfasst heute die Abfüllung eine zehnjährigen Whisky aus dem Sherry-Fass und die Reihe „Batch Strength“, deren Whisky ebenfalls im Sherry-Fass gelagert wurde und in Fassstärke, allerdings ohne Altersangabe, abgefüllt wird.