Glen Scotia

Herkunft: UK (Schottland)/ Schottland (Campbeltown)

„Stewart, Galbraith & Co.“ mit der Familie Galbraith als Haupteigentümer errichteten die heutige Glen Scotia Destillerie im Norden Campbeltowns 1832 unter dem Namen Scotia, betrieben die Brennerei allerdings nur bis 1895. 1919 wurde Scotia an die „West Highland Malt Distilleries“ verkauft, ein Konsortium bestehend aus insgesamt sechs Campbeltown-Brennereien, damals gegründet mit dem Versuch, Personal und Kosten zu teilen resp. zu reduzieren. Der Plan ging nicht auf,... ... >> weiterlesen


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Glen Scotia

„Stewart, Galbraith & Co.“ mit der Familie Galbraith als Haupteigentümer errichteten die heutige Glen Scotia Destillerie im Norden Campbeltowns 1832 unter dem Namen Scotia, betrieben die Brennerei allerdings nur bis 1895. 1919 wurde Scotia an die „West Highland Malt Distilleries“ verkauft, ein Konsortium bestehend aus insgesamt sechs Campbeltown-Brennereien, damals gegründet mit dem Versuch, Personal und Kosten zu teilen resp. zu reduzieren. Der Plan ging nicht auf, fünf der sechs Destillerien gingen nach und nach bankrott und die „West Highland Distilleries“ waren 1924 pleite. Im selben Jahr kaufte der Großindustrielle und ehemalige Direktor der „West Highland Distillers“ Duncan MacCallum die Brennerei und ließ die lange Häuserfront zur High Street hin bauen, die die Tennenmälzerei beherbergte. 1928 musste Scotia schließen, zu folgenreich war die anhaltende Krise der schottischen Whisky-Industrie, ausgelöst durch die Prohibition in den Vereinigten Staaten von Amerika und die weltweit schlechte Wirtschaftslage. 1930 ließ MacCallum Scotia erneut in Betrieb gehen, nahm sich dann aber im selben Jahr noch das Leben –im Campeltown Loch, jenem See, der eigens als Wasservorrat für die Brennerei angelegt worden war – da er sein gesamtes Vermögen durch einen Betrug verloren hatte. Sein Geist, sagt man, wandelt heute noch durch die Gebäude Glen Scotias.
Doch nicht nur Scotia wurde von der weltweiten Whisky-Krise hart getroffen: waren die Stadt und Gegend um Campbeltown mit mehr als 28 Destillerien vor Inkrafttreten der Prohibition die „Whisky Capital of the World“, sind heute genau noch drei Brennereien übrig.
Nach MacCallums Selbstmord kauften die „Bloch Bros.“ die Brennerei und gaben dem Scotia ein Glen als Präfix, so dass die Brennerei von nun an Glen Scotia genannt wurde. In Betrieb ging die Destillerie wieder 1933, und blieb die nächsten zwei Jahrzehnte in Besitz der „Bloch Bros.“, bis sie 1954 zunächst von „Hiram Walker“ gekauft wurde, der Glen Scotia allerdings innerhalb eines Jahres an den bekannten Whisky Blender „A. Gillies & Co.“ weitergab, der 1970 schließlich der schottische Vertreter der „Amalgamated Distillers Products Ltd.“ , ADP wurde.
Ende der 1970er Jahre wurde Glen Scotia renoviert, 1984 allerdings ein weiteres Mal geschlossen und erst 1990 unter dem neuen Eigentümer der „Gibson International“ wiedereröffnet. 1994 endete der Brennbetrieb ein weiteres Mal, als die „Glen Catrine Bonded Warehouses Ltd.“ die Whisky-Sparte der „Gibson Intl.“ gekauft hatten. Bis 1999 wurde unregelmäßig produziert, bis im Jahr 2000 die Belegschaft der Loch Lomond Destillerie den Brennbetrieb bei Glen Scotia unter ihre Fittiche nahm.
In dieser Zeit war der Whisky Glen Scotias als offizielle Abfüllung eines 12-jährigen Single Malt, hauptsächlich aber von unabhängigen Abfüllern erhältlich.
2012 dann kam ein gänzlich berarbeitetes, neues Portfolio auf den Markt, mit einem zehn-, einem zwölf, einem 16-, einem 18- und einem 21-jährigen Single Malt. 2014 schließlich kaufte die Private Equity Firma „Exponent“ „Glen Catrine Bonded Warehouses Ltd.“ und damit auch die Glen Scotia Destillerie. Damit änderte sich das Portfolio ein weiteres Mal.
Es umfasst heute den „Glen Scotia Double Cask“ (46 Vol%), der zunächst in First Fill Bourbon-Fässern lagerte, bevor er für zwölf Monate in ehemalige Pedro Ximénez-Fässer umgefüllt wurde, den „Glen Scotia 15 Jahre“ (46 Vol%), den „Glen Scotia 16 Jahre“ (46 Vol%), den „Glen Scotia 18 Jahre“ (46 Vol%), den „Glen Scotia Victoriana“ (51,5 Vol%) aus dem sog. Reserve Cellar der Brennerei, in dem nur die besten Fässer lagern, den „Glen Scotia 25 Jahre“ (48,8 Vol%) und den extra torfigen „Glen Scotia 1832 Campbeltown“ (46 Vol%).