Scapa

Herkunft: England/ Schottland (Orkney)

Gegründet 1885 liegt die Scapa Destillerie auf der Hauptinsel Orkney an den Küsten des Scapa Flow in der Nähe von Kirkwall, etwa drei Kilometer südwestlich von Kirkwall und anderthalb Kilometer südlich von der Brennerei Highland Park entfernt.
Die Bucht von Scapa Flow hat im weltgeschichtlichen Zusammenhang während der beiden Weltkriege große Bekanntheit erlangt. Mit dem Festland von Orkney im Norden, South Ronaldsay im Osten und Hoy im Westen diente dieser nat&... ... >> weiterlesen


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Scapa

Gegründet 1885 liegt die Scapa Destillerie auf der Hauptinsel Orkney an den Küsten des Scapa Flow in der Nähe von Kirkwall, etwa drei Kilometer südwestlich von Kirkwall und anderthalb Kilometer südlich von der Brennerei Highland Park entfernt.
Die Bucht von Scapa Flow hat im weltgeschichtlichen Zusammenhang während der beiden Weltkriege große Bekanntheit erlangt. Mit dem Festland von Orkney im Norden, South Ronaldsay im Osten und Hoy im Westen diente dieser natürliche Hafen bereits im ersten Weltkrieg als nördliche Basis für die britische Marine. Nach dem Waffenstillstand von Compiègne ließ Konteradmiral Ludwig von Reuter am 21.06.1919 die 74 in der Bucht von Scapa internierten, deutschen Kriegsschiffe der wilhelminischen Flotte in vorauseilendem Gehorsam versenken. Im zweiten Weltkrieg dann stahl sich das deutsche U-Boot U 47 in die Bucht von Scapa Flow, versenkte dort am 14.10.1939 das britische Kriegsschiff HMS Royal Oak und konnte anschließend unbeschadet entkommen. Heute noch liegen zahlreiche der Schiffswracks in Scapa Flow, was die Bucht zu einem beliebten Ziel für Tauchausflüge hat werden lassen.
Erbaut wurde die Scapa Brennerei 1885 von zwei Männern aus Glasgow, dem Whisky Blender John T. Townsend und Robert MacFarlane, dessen Vater bereits mit seiner “D. MacFarlane & Co. Distillers“ als Betreiber der Bankier Destillerie in Banknock 25 km nordöstlich von Glasgow im Destillationsgeschäft tätig war. 1919 brannten Teile der Scapa Destillerie ab und das Privatunternehmen von Townsend & MacFarlane wurde einschließlich der Brennerei von der eigens gegründeten „Scapa Distillery Company“ übernommen, die wiederum 1934 abgewickelt werden musste. 1936 dann kaufte der Whisky Blender und Broker „Bloch Bros.“, die in etwa um dieselbe Zeit auch Glengyle und Glen Scotia kauften, Scapa. Zwei Jahrzehnte lief der Betrieb unter den „Bloch Bros.“, die sich 1954 umstrukturierten und die Brennerei in Folge an das kanadische Unternehmen „Hiram Walker & Sons“ verkauften. Unter diesem neuen Eigentümer wurde Scapa renoviert und umfassend umgebaut, wobei lediglich zwei alte Lagerhäuser stehenblieben. 1959 installierte man sogar eine Lomond Still, eine Mischform aus Brennkessel und Brennsäule, mit einer zylindrischen Form und beweglichen Kupferplatten im Inneren für die Regulierung des Rückflusses. Bis 1979 wurde diese Lomond Still auch als solche genutzt, heute ist die Brennblase zwar in Betrieb, wegen ihrer aufwendigen Reinigung allerdings ohne die Kupferplatten im Inneren. 1962 wurde auch die eigene Mälzerei aufgegeben. 1987 dann kaufen die „Allied Lyons“ (die spätere „Allied Domecq“) „Hiram Walker & Sons“. Zwischen 1994 und 2004 legte man die Brennerei still, und nur von Zeit zu Zeit nahm eine Handvoll Arbeiter aus der nahegelegenen Highland Park Brennerei Scapa zeitweise in Betrieb. Im Gegenzug dazu durfte man Scapas Lagerhäuser nutzen. Seit Ende 2004 ist die Scapa Brennerei wieder in Betrieb, wobei 2005 noch einmal umfassend renoviert wurde, diesmal unter der Schirmherrschaft der „Chivas Brothers“ mit „Pernod Ricard“ als neuem Eigentümer im Hintergrund. Ab 2004 ersetzte eine 14 Jahre alte Abfüllung den bis dato Zwölfjährigen als Standard, 2008 wurde dieser 14-jährige Scapa dann durch einen 16 Jahre alten Whisky ersetzt. Seit 2015 gibt es auch ein eigenes Besucherzentrum und die Brennerei ist zugänglich für die Öffentlichkeit.
Heute stehen bei Scapa im Zentrum des Brennbetriebes vier Brennblasen, zwei Wash und zwei Spirit Stills, dazu gibt es einen Maischbottich und acht Gärbottiche aus Edelstahl. Das Wasser stammt aus dem Lingro Burn, das verwendete Malz ist gänzlich ungetorft. Produziert werden jährlich knapp 4 Mio. L Alkohol, das Meiste fließt ein in verschiedene Whisky Blends, darunter den „Ballantine’s“.
2016 wurde das Single Malt Portfolio grundlegend überarbeitet und umfasst heute den „Scapa Skiren“ (40 Vol%) ohne Altersangabe ausschließlich in ehemaligen Bourbon-Fässern gelagert, und den „Scapa Glansa“ (40 Vol%), der seine leichte Rauchigkeit erhält durch eine abschließende Reifung in Fässern, die vormals rauchigen Whisky enthielten.