< zurück zu alle Marken |

Miltonduff

(Schwarze Mühle)

Herkunft: United Kingdom / Schottland/ Speyside

Miltonduff liegt neun Kilometer südwestlich von Elgin und drei Kilometer von der Pluscarden Abtei entfernt und historische Aufzeichnungen besagen, dass die Brennerei auf dem Grundstück der ehemaligen Mehl-Mühle jener 1236 von Benediktiner-Mönchen gegründeten Abtei liegt. Ob die Abtei selbst je destillierte oder braute, ist unbekannt. Sie wurde jedoch im 17. Jahrhundert aufgegeben und dem Verfall überlassen (ein Wiederaufbau und erneute kirchliche Nutzung erfolgten erst 1948).
Als sicher aber gilt, dass das Brennen von Alkohol bereits weit vor dem „Excise Act“, der 1823 die Herstellung von Spirituosen legalisierte, in der Getreide- und Wasser-reichen Gegend um die Pluscarden Abtei ein alltägliches Geschäft war. Dass auf dem Gelände der Milton Farm, auf der eben auch die Mehl-Mühle Pluscardens stand, illegal gebrannt wurde, gilt ebenfalls als sicher.
In den Aufzeichnungen hinterlegt ist auch, dass Miltonduff (benannt nach der Familie Duff, der die Ländereien der Milton Farm gehörten) bereits 1824 legalisiert wurde und schon zum Ende des 19. Jahrhunderts hin mit ihrer Kapazität von gut 1 Mio. L Alkohol jährlich eine der größten und produktivsten Destillerien Schottlands war. 1866 kaufte William Stuart die Brennerei und blieb deren alleiniger Eigentümer, bis 1895 „Thomas Yool & Co.“ einen Teil der Destillerie erwarben und in den folgenden Jahren die Kontrolle schließlich ganz übernahmen. Der nächste größere Einschnitt in der Geschichte Miltonduffs geschah mit dem Verkauf an das kanadische Großunternehmen „Hiram Walker-Gooderham & Worts Ltd.“ im Jahr 1936. Walker hatte das Jahr zuvor bereits „George Ballantine & Sons“ erworben und war wegen eines Konflikts mit „Seagram’s“, seinem Hauptkonkurrenten auf dem amerikanischen Markt, auf der Suche nach schottischen Destillerien, mit Hilfe derer er selbständig seinen Bedarf an Whisky für seine Blends würde decken können. Daher kaufte man beispielsweise Brennereien wie Glenburgie und Miltonduff, deren Whiskies wurden die Schlüssel-Whiskies für die „Ballantine’s“ Blends.
1937 übernahmen „Hiram Walker & Sons Ltd.“, der schottische Part von „Hiram Walker-Gooderham & Worts Ltd.“die Verantwortung für Miltonduff. Unter ihrer Aegide wurden 1964 zwei sogenannte Lomond Stills, entwickelt von zwei Mitarbeitern aus den eigenen Reihen, Alistair Cunningham und Arthur Warren, eingebaut. Die Besonderheit dieser Brennblasen liegt in einem zylindrischen Aufsatz im oberen Teil der Brennblase, der im Inneren drei parallel zueinander angeordnete Kupferplatten enthält, die gekühlt und deren Neigung verändert werden kann. Sie sollten es der Destillerie ermöglichen, Brände von größerer Vielfalt zu destillieren, im Falle von Miltonduff den „Mosstowie“. Die Lomond Stills blieben bis 1981 in Betrieb, und wurden dann durch reguläre Brennblasen ersetzt. Zum einen, weil die Kupferplatten sehr aufwendig im Betrieb waren, zum anderen um die Kapazität Miltonduffs nach der umfassenden Vergrößerung 1974 auf eine jährliche Kapazität von etwa 5 Mio. L weiter erhöhen zu können.
1986 kauften die „Allied Lyons“ 50 % der Anteile an „Hiram Walker“, 1987 kauften sie as Unternehmen ganz. Ein Jahr später erschien die offizielle Abfüllung eines zwölfjährigen Miltonduff, inzwischen ersetzt durch die Abfüllung eines zehnjährigen Miltonduff von „Gordon & MacPhail“, im Auftrag der Brennerei. Aus den „Allied Lyons“ wurde die „Allied Domecq“, die 2005 schließlich von ihrem unmittelbaren Konkurrenten „Pernod Ricard“ aufgekauft wurden. Damit ging die Verwaltung Miltonduffs in die Hände von „Pernod Ricards“ Tochterfirma, der „Chivas Brothers Holdings“.

Heute besitzt Miltonduff sechs zwiebelförmige Brennblasen, die Rohbrandblasen mit einer Kapazität von knapp 23.000 L, die feinbranblasen fassen 18.200 L. Dazu kommen noch ein Maischbottich und 16 Gärbottiche aus Edelstahl. Das Wasser stammt aus dem Black Burn, die gemälzte Gerste bezieht man von „Simpson Malt“ und „Baird Malt“. Vor Ort finden sich Lagerkapazitäten für bis zu 54.000 Fass Whisky in sowohl traditionellen Dunnage Warehouses als auch in modernen, mit Regalen ausgestatteten Lagerhäusern. Das Meiste der dort jährlich gebrannten fast 6 Mio. L Alkohol fließt in den „Ballantine’s Blended Whisky“, und es gibt lediglich zwei durch Miltonduff lizensierte Abfüllungen von „Gordon & MacPhail“, einen zehn- und einen 15-jährigen Miltonduff, jeweils mit 40 Vol% Alkoholgehalt.

2 Artikel gefunden

1

34,95 €

(49,93 €/Liter - mit Farbstoff)¹

sofort verfügbar
(mehr als 3 auf Lager)
Details Kaufen

8,95 €

(179,00 €/Liter - ohne Farbstoff)¹

sofort verfügbar
(mehr als 6 auf Lager)
Details Kaufen

2 Artikel gefunden

1
TrustedShops Käuferschutz 4.9  /  5 - ermittelt aus über  6000 Kundenbewertungen