Bruichladdich

Herkunft: UK (Schottland)/ Schottland (Islay)

Die Bruichladdich Destillerie liegt unmittelbar am östlichen Ufer der Meeresbucht Loch Indaal am Rhinns of Islay, dem westlichsten Ausläufer der Insel Islay. Bowmore liegt gegenüber und der kleine Ort Port Charlotte unmittelbar nebenan. Auch wenn die Bruichladdich Destillerie heute in vielen Bereichen mehr den Eindruck eines arbeitenden Museums macht, war die Brennerei doch einst die Modernste der Insel und eine der modernsten Destillerien Schottlands.

Gegründet wurde Brui... ... >> weiterlesen


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Bruichladdich

Die Bruichladdich Destillerie liegt unmittelbar am östlichen Ufer der Meeresbucht Loch Indaal am Rhinns of Islay, dem westlichsten Ausläufer der Insel Islay. Bowmore liegt gegenüber und der kleine Ort Port Charlotte unmittelbar nebenan. Auch wenn die Bruichladdich Destillerie heute in vielen Bereichen mehr den Eindruck eines arbeitenden Museums macht, war die Brennerei doch einst die Modernste der Insel und eine der modernsten Destillerien Schottlands.

Gegründet wurde Bruichladdich 1881 von den drei Brüdern Robert, William und John Gourlay Harvey. Die Brüder entstammten einer Familie mit langer Whisky-Tradition, so hatte man seit 1770 die Dundashill und die Yoker Destillerie im nicht weit entfernten Glasgow besessen. John, der Jüngste der Drei war es, der die Brennerei entwarf, Robert hatte sich um die maschinelle Ausstattung gekümmert und William den Neubau gemeinsam mit weiteren Mitgliedern der Familie Harvey finanziell ermöglicht. Er war es später auch, der die Brennerei betrieb.
Errichtet wurde Bruichladdich aus Stein direkt von der See und hatte mit ihrem zentral gelegenen Hof, um den alle weiteren Gebäude angeordnet wurden, ein sehr effizientes Layout. Denn im Gegensatz dazu war die damals übliche Destillerie eine, die sich mehr oder weniger aus Farmgebäuden entwickelt hatte. Die Brennblasen Bruichladdichs waren vergleichsweise hoch mit einem engen Hals gebaut, um einen besonders reinen Alkohol brennen zu können. Damals aufgrund der großen Nachfrage nach Whisky für die Herstellung von Blends.
Bis zu ihrer Stilllegung 1929 war Bruichladdich im Besitz der Familie Harvey.
Im Zuge der beginnenden Rationalisierung der Whiskyindustrie in den nun folgenden vier Jahrzehnten wechselte die Destillerie – wie viele andere - mehrfach den Besitzer.
1934 bereits brannten Teile der Brennerei ab und 1936 verstarb schließlich William Harvey. Entsprechend wurde 1937 die Brennerei an Hatim Attari, Joheph W. Hobbs und Alexander W. Tolmie verkauft. 1952 kam Bruichladdich zum Glasgow-basierten Whisky-Großhändler „Ross & Coulter Ltd.“, die wiederum nur zwei Jahre später, 1954, von der „Distillers Company“ aufgekauft wurden. 1960 übernahmen „A.B. Grant & Co. Ltd.“ aus Glasgow das Management der Brennerei, 1968 ging Bruichladdich an die „Invergordon Distillers“. 1974/75 erhöhten Diese noch die Anzahl der Brennblasen von zwei auf vier, bevor sie nach einer Phase der gedrosselten Produktion die Destillerie an „Justerini & Brooks“ bzw. 1993 an „Whyte & Mackay“ weitergaben.
Ende 1994/Anfang 1995 dann wurde Bruichladdich ein weiteres Mal stillgelegt. Am 19.12.2000 schließlich erwarb ein Konsortium aus 25 verschiedenen Teilhabern unter der Führung von Mark Reynier, Simon Coughlin und Gordon Wright von „Murray McDavid“ die Bruichladdich Destillerie, die subsequent unter dem gemeinsamen Namen „Bruichladdich Distillery Co. Ltd.“ auftraten. Man heuerte Jim McEwan, der seit seinem 15. Lebensjahr bei Bowmore gearbeitet hatte, als Brennmeister und Produktionsleiter an. Von Januar bis Mai 2001 nahm man die alte Brennerei vollständig auseinander, reparierte was zu reparieren war und tauschte nur die notwendigsten Teile aus, um das viktorianische Flair zu erhalten. Da die Destillerie den allermeisten Modernisierungsmaßnahmen entgangen war, war die originale Maschinerie aus dem späten 19. Jahrhundert weitgehend erhalten und ist heute noch zu weiten Teilen in Betrieb. So erstaunt es kaum, dass – außer im Laden und für die acht Webcams, die Live-Bilder aus der Brennerei übertragen - kein Computer in den Produktionsprozess involviert ist und sich stattdessen eine ausgewählte Handvoll Mitarbeiter mit Hilfe von Gravitation, Messstab und Aräometer um die Whisky-Produktion kümmert. Und trotzdem – oder vielleicht gerade deswegen – ist die Bruichladdich Destillerie heute eine der kreativsten und erfolgreichsten der Branche.

Die „Bruichladdich Disstillery Co. Ltd.“ nahm im Mai 2001 den Brennbetrieb wieder auf. Basierend auf den alten Lagerbeständen, die noch aus den Zeiten der „Invergordon Distillers“ bzw. „Justerini & Brooks“ stammten begann man, Bruichladdich Single Malt zügig als Marke zu etablieren. Wobei nach Jahren als Produzent von eher Masse denn Klasse gleichzeitig ein umfangreiches Umfüllungsprogramm für viele der eingelagerten Fässer notwendig war. Und auch eine eigene Abfüllanlage musste gebaut werden, die 2003 in Betrieb genommen wurde. Und das Alles mit riesigem Erfolg. Und so transformierten Mark Reynier und Jim McEwan Bruichladdich innerhalb von weniger als zwei Jahren vom „hässlichen Entlein“ zum „schönen Schwan“ der Branche. Und nicht nur das, denn ihre Experimentierfreude haben sich die Beiden erhalten und in den vergangenen zehn Jahren neben dem gänzlich ungetorften „Bruichladdich Single Malt“ noch zwei weitere Signature Malts entwickelt. Denn seit Inbetriebnahme wird bei Bruichladdich ein zweiter, deutlich torfigerer Whisky unter dem Namen „Port Charlotte“ destilliert (um die 40 ppm Phenol-Gehalt), dessen offizielle Erstabfüllung 2005 unter der Bezeichnung „PC 5“ auf den Markt kam. Doch man wollte wissen, wie weit man den Torf-Gehalt in einem Whisky treiben konnte und 2008 erschien die Fortsetzung des Torf-Experiments unter dem Titel „Octomore“. Unter dieser Bezeichnung werden Whiskies gebrannt und abgefüllt, die teilweise weit jenseits der 150 ppm Phenol-Gehalt liegen. Im Vergleich dazu bewegt sich eine „Ardbeg Supernova“ bei um die 100 ppm …
Seit 2010 steht die letzte, echte Lomond Still aus der ehemaligen Inverleven Destillerie in Dumbarton bei Bruichladdich. Mit ihr wird nach einer Handvoll Modifikationen seit 2011 der „Botanist Islay Dry Gin“ gebrannt. Darüber hinaus experimentiert man immer wieder mit besonderen Gersten-Sorten (z.B. der uralten Bere-Gerste), besonderem Terroir („Bruichladdich Islay Barley“) und immer wieder auch unterschiedlichen Fass-Typen (Port Charlotte MRC:01“ aus zu Teilen französischen Second Fill Weinfässern bzw. ehemaligen Bordeaux-Fässern).
2012 dann, knapp ein Jahrzehnt nach der Wiederinbetriebnahme, wurde Bruichladdich schließlich im Sommer an den französischen Edel-Spirituosenkonzern „Rémy Cointreau“ verkauft.

Produziert wird bei Bruichladdich heute mit einem der letzten, gusseisernen Maischbottiche, die noch existieren. Er stammt noch aus der Gründungszeit, ist oben offen und hat einen ebenen Boden. Dazu kommen sechs Gärbottiche aus Douglasien-Holz, Fassungsvermögen jeweils 45.000 L. Gebrannt wird in zwei Rohbrandblasen (je 11.500 L Kapazität) und zwei Feinbrandblasen (je 9.000 L), das Wasser kommt für jeden der Schritte im Brennprozess, der Wasser benötigt, aus einer anderen Quelle. Wasser für die Maische stammt aus dem An Torran, dem Destillerie-eigenen Reservoir eine Meile hügelan hinter der Brennerei gelegen. Für die Kühlung im Brennhaus nutzt man Wasser aus dem Fluss, der unmittelbar an der Brennerei vorbei hinab ins Meer fließt und wenn – in trockenen Sommern beispielsweise – das Wasser aus dem Flüsschen einmal nicht ausreichen sollte, wird Wasser ebenfalls aus An Torran entnommen. Der dritte, und letzte Schritt, für den Wasser gebraucht wird ist das Abfüllen bzw. das Einstellen der Abfüllungen auf die gewünschte Alkoholstärke. Dafür wird Wasser aus der Quelle der Octomore Farm benutzt, die bis nach dem zweiten Weltkrieg auch das Städtchen Port Charlotte mit Trinkwasser versorgt hatte.

Das Portfolio der Bruichladdich Destillerie ist in allen drei Marken, Bruichladdich, Port Charlotte wie Octomore breit gefächert und gekennzeichnet durch immer wieder ungewöhnliche Experimente, die bei aller Kreativität stets fest verwoben sind mit dem Ort ihrer Herkunft, der Insel Islay.
So finden sich unter den ungetorften „Bruichladdich Single Malts“ (mit in der Regel 50 Vol%) der „Bruichladdich The Classic Laddie“, der „Bruichladdich Islay Barley“ oder der „Bruichladdich Bere Barley“, gebrannt aus einer uralten Gersten-Sorte. Der „Port Charlotte Single Malt“ ist erhältlich als „Port Charlotte Heavily Peated 10“ und der „Port Charlotte Islay Barley“, Beide mit 50 Vol% sowie die Varianten des Port Charlotte Single Malt mit Reifung in verschiedenen Wein- bzw. Süßwein-Fässern, z.B. „Port Charlotte Heavily Peated MC:01 2009“ oder den „Port Charlotte Heavily Peated MRC:01 2010“ jeweils in Fassstärke und stets limitiert. Der „Octomore Single Malt“ hat sich in den vergangenen zehn Jahren eine mehr als treue Fangemeinde erarbeitet. Er hat sich entwickelt, differenziert und ist inzwischen erhältlich als Dreiklang in der Reihe „Dialogos“ und als zehn Jahre alte Variante des „Octomore Dialogos“, alle in Fassstärke mit unterschiedlichen, aber alle sehr intensiven Phenol-Gehalten.