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Mortlach

(Großer grüner Hügel)

Herkunft: United Kingdom/ Schottland/ Speyside

Die kleine Ortschaft Mortlach in den nordöstlichen Highlands inmitten der Speyside entstand um ein im siebten Jahrhundert nach Christus vom Heiligen Moluag gegründetes Kloster herum.
Ende des zwölften Jahrhunderts baute man nahe der Abtei Saint Moluags das Balvenie Castle, die am Fuße des Schlosses mit der Zeit wachsende Siedlung nannte sich Balvenie. Sowohl Mortlach als auch Balvenie liegen heute jeweils am Stadtrand von Dufftown, jenem Ort, den 1817 der vierte Earl of Fife, James Duff, für seine aus dem Krieg gegen Napoleon heimkehrenden Soldaten erbauen ließ, und nach sich selbst benannte. Woher nun genau der Name Mortlach kommt, darüber scheiden sich ein wenig die Geister, Manche übersetzen aus dem Gälischen „großer, grüner Hügel“, Andere „Massaker an den Wildgänsen“, wobei mit Wildgänsen die Norweger gemeint sind, die im Jahr 1010 vom schottischen Hochkönig Malcolm II. vernichtend geschlagen wurden.
Die Mortlach Destillerie wurde 1823 initial von James Findlater gegründet, das notwendige Land gepachtet vom Grafen von MacDuff. 1824 stießen Donald MacIntosh und Alexander Gordon dazu. Mortlach war die erste Brennerei in Dufftown, und 60 lange Jahre lang auch die Einzige, bis 1887 ein ehemaliger Lehrling Mortlachs, William Grant, seine Glenfiddich Destillerie ebenfalls in Dufftown aufbaute.
In den ersten 15 Jahren ihres Bestehens wechselte Mortlach ganze 4 Mal den Besitzer, 1831 erstand ein John Robertson Mortlach für einen geradezu lächerlich geringen Betrag. Zunächst nutzte die Schottische Freikirche einen Teil der Brennerei-Gebäude, später fanden sie als Brauerei Verwendung. Die nachfolgenden Eigentümer, unter ihnen John und James Grant, Eigner der Glen Grant Brennerei, hatten offenbar wenig bis gar kein Interesse an der Wiederaufnahme des Brennbetriebes. Die beiden Brüder gingen sogar soweit, 1837 die Brenn-Ausstattung Mortlachs abzubauen, um sie in ihrer eigenen Brennerei einzusetzen und Mortlach damit endgültig still zu legen. Erst 1850/1851 kam erneut Leben in die Mortlach Destillerie, als John Gordon die Brennerei übernimmt und 1852 mit brandneuer Ausstattung den Brennbetrieb wieder aufnehmen konnte. Der Whisky den man produzierte, wurde unter dem Namen „The Real John Gordon“ verkauft. 1853 steigt George Cowie Senior, ein Landvermesser der Eisenbahn und späterer Bürgermeister, Angus Rinder-Farmer und Vorsitzender von Schule und Krankenhaus mit ein und als John Gordon 1867 verstarb, übernahm Cowie die Brennerei komplett. 1895 stieg Dr. Alexander Mitchell Cowie bei Mortlach mit ein, 1897 erweiterte man die Brennerei von drei auf insgesamt sechs Brennblasen, eine zu dieser Zeit ungewöhnlich hohe Anzahl, die vermutlich dem damals herrschenden Whisky-Boom geschuldet war. Gleichzeitig baute man eine Eisenbahnstrecke, die Mortlach mit Dufftowns Bahnhof verband. 1898 wurde Mortlach vollständig elektrifiziert, und man installierte eine hydraulische Hebeanlage in den Lagerhäusern, um Fässer leichter heben und bewegen zu können. Nachdem Dr. Alexander Cowie’s einziger Sohn im ersten Weltkrieg fällt, verkauft er Mortlach 1923 an „John Walker & Sons“, die wiederum 1925 Teil der „Distillers Company Ltd.“ wurden, dem Vorläufer -wenn man so will- des „Diageo“-Konzerns, zu dem die Brennerei heute noch gehört. 1964 wurde das „Innenleben“ der Brennerei vollständig umgebaut und erneuert.
Mortlach besitzt heute einen Maisch- und sechs Gärbottiche, dazu immer noch die sechs (2x3 unterschiedlich große) Brennblasen, Jede mit einer etwas anderen Form und eingesetzt auf recht ungewöhnliche Weise: In Mortlach wird der Whisky Teil-Dreifach destilliert, genau genommen 2,81-fach, was den Whisky ungewöhnlich dicht und gewichtig macht. Die Gärbrühe wird auf die drei Paare Brennblasen verteilt, wobei die Roh- und Feinbrand-Blasen Nummer 3 wie auch bei den übrigen Destillerien üblich, als Tandem arbeiten. Der Rohbrand aus den Rohbrandblasen 1 und 2 wird aufgeteilt, wobei 80 % des ersten Laufs als Beladung für die Rohbrandblase 2 dienen, die verbliebenen 20 % als sog. Weak Feint“ die Ladung für Brennblase 1 bedeuten. Dort werden diese „Weak Feints“ dreifach destilliert, wobei nur das Mittelstück des letzten Laufs gesammelt wird. All dies führt dazu, dass Mortlachs Whisky eben genau diese ungewöhnlich krummen 2,81x gebrannt ist. Hinzu kommt, dass die Brennblasen zügig beladen werden, ohne dem Kupfer eine Regenerationsphase mit Luftsauerstoff zu ermöglichen. Das Ergebnis ist eine vergleichsweise Kupfer-arme Destillier-Umgebung, dank derer mehr Schwefel-Verbindungen gebildet werden, woraus eine gewisse „Fleischigkeit“ des Rohbrandes resultiert. Bis 1968 betrieb man eine eigene Tennenmälzerei vor Ort, 1971 stellte man von der direkten Befeuerung der Brennblasen auf die indirekte Erhitzung mittels Dampf um. Das Wasser für den Brenn-Betrieb stammt aus Quellen der nahegelegenen Conval Hills. 2014 wurde bekannt, dass ein Abbild der Mortlach Brennerei erbaut werden soll, um so die aktuelle Kapazität der Brennerei von 2,91 Mio. L zu verdoppeln.
Aktuell gibt es vor Ort fünf große Lagerhäuser mit einer Kapazität von etwa 21 000 Fass Whisky. Das Meiste des gebrannten Whisky fließt ein in verschiedene Blends von „Diageo“, u.a. auch in den „Johnnie Walker Black Label“, nur sehr wenig wird als Single Malt abgefüllt. So erschien die allererste, echte Original-Abfüllung erst 2002, ein 19-jähriger Mortlach, der „Mortlach Manager’s Dram“, 2004 kam ein 32-jähriger Mortlach hinzu, 2009 ein Zwölfjähriger. Das aktuelle Kernsortiment besteht aus dem „Mortlach Rare Old“ in einer Halbliter-Flasche mit 43,4 Vol% abgefüllt, einem „Mortlach 18 Jahre“ und einem „Mortlach 25 Jahre, Beide ebenfalls mit 43,4 Vol% Alkoholgehalt. Neben dieser überschaubaren Anzahl Original-Abfüllungen gibt es eine ganze Reihe Abfüllungen Unabhängiger, u.a. von „Signatory“ und „Gordon & MacPhail“.

 

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