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Edradour

(Zwischen zwei Flüssen)

Herkunft: England/ Schottland (Eastern Highlands)

Als eine der kleinsten Destillerien Schottlands, liegt Edradour in einem Tal zwischen den Hügeln östlich des kleinen Städtchens Pitlochry in der Grafschaft Perth im schottischen Hochland. Für die Bedeutung des Namens gibt es zwei unterschiedliche Herleitungen: Einmal die Version der Brennerei selbst, nämlich die Ableitung aus dem Gälischen Eadar Dhà Dhobhar, auf Deutsch in etwa „Zwischen zwei Wassern“, wobei man sich hier auf den Edradour und den Kinnaird Burn bezieht. Die zweite Interpretation nennt Gälisch Edred Dhobhar, auf Deutsch in etwa „Wasser Eadreds“, wobei Eadred ein englischer König im ausgehenden neunten Jahrhundert war.
Die erste urkundliche Erwähnung der Edradour Destillerie stammt aus dem Jahr 1837. Nach dem Inkrafttreten des „Excise Act“, der das Brennen von Alkohol für die Produzenten bezahlbar und rentabel machte, wurde 1825 an selber Stelle von einer lokalen Bauerngenossenschaft unter der Führung eines Duncan Forbes zur Deckung des Eigenbedarfs eine Brennerei gegründet, seinerzeit unter dem Namen Glenforres. Kleine Destillerien dieser Art waren zu dieser Zeit vielfach in Perthshire zu finden, Edradour allerdings ist die Einzige, die bis heute überlebt hat.
1841 formte diese Genossenschaft die „John MacGlashan & Co.“, um Edradour weiter betreiben zu können. 1886 dann ging die Brennerei an die „John MacIntosh & Co.“, unter deren Führung sie bis 1933 blieb, als die Familie MacIntosh Edradour für die Summe von GBP 1050 an den damals einflussreichen Whisky-Blender William Whiteley verkaufte. Geboren in Yorkshire 1861 als Sohn eines Steinmetzes, stieg er früh in den Wein- und Spirituosen-Handel ein und gründete nach seinem Rauswurf bei „James Munro & Sons Ltd.“ 1908 bereits die „William Whiteley & Company“, 1922 folgte die „Whiteley’s Glenforres-Glenlivet Distillery Co.“, um nach außen den Eindruck zu erwecken, eine eigene Brennerei zu besitzen, was tatsächlich aber bis zu seinem Kauf Edradours 1933 nicht der Fall war.
Während der Prohibition in den Vereinigten Staaten von Amerika etablierte Whiteley eine sehr lukrative Geschäftsbeziehung mit dem Mafiaboss Frank Costello und schmuggelte in dieser Zeit seine eigenen Whisky Blends, hier sei vor allem der „King’s Ransom“ genannt, den Whiteley 1928 kreiert hatte, über die Insel St. Pierre vor Neufundland in die USA. Der Kauf Edradours stattete Whiteley ab 1933 endlich mit der wichtigen eigenen Whisky-Quelle aus. Damit wurde der Edradour Whisky rasch zur Hauptingredienz des „King’s Ransom“ (seinerzeit einer der teuersten Whiskies überhaupt) und dem „House of Lords“ (den Whiteley allerdings nach Protesten durch das tatsächliche House of Lords, das britische Oberhaus, nur exportieren und in Großbritannien nicht mehr verkaufen durfte). 1938 zog Whiteley sich aus Altersgründen vollständig aus dem Whisky-Geschäft zurück.
Irving Haim, ebenfalls ein Geschäftspartner Frank Costellos übernahm Teile der „William Whiteley & Co.“, sowie die Leitung der Edradour Destillerie, mit Frank Costello als Teilhaber an den Verkäufen des „King’s Ransom“. Dieses spezielle Arrangement bestand bis zu Haims Tod im Jahre 1976. 1982 kaufte schließlich die „S. Campbell & Son Ltd.“, ein Tochterunternehmen von „Pernod Ricard“ die „William Whiteley & Co. Ltd.“ inklusive der Edradour Destillerie, sowie die „Whiteley’s Glenforres-Glenlivet Distillery Co.“. Unter den neuen Besitzern wurde damals eines der ersten Besucherzentren überhaupt eingerichtet und Edradour damit der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Man produzierte weiter Whisky, der allerdings bis 1986, als der erste Edradour Single Malt erschien, ausschließlich in den beiden Blends „King’s Ransom“ und „House of Lords“ Verwendung fand. 2002 verkaufte „Pernod Ricard“ Edradour schließlich an Andrew Symington, den Eigentümer des unabhängigen Abfüllers „Signatory Vintage Scotch Whisky Co.“. Mit diesem Besitzerwechsel begann eine echte Erfolgsgeschichte für Edradour. Bereits in den 1990er Jahren hatte sich die Brennerei den Ruf erworben, eine große Streubreite bei der Qualität der produzierten Chargen zu haben, nicht zuletzt wegen der insgesamt so geringen Produktionsmenge und des Alters der Ausstattung. Symington, zusammen mit Iain Henderson, dem ehemaligen Manager Laphroaigs, verwandelten diese Schwäche Edradours in eine echte Stärke: Man fokussierte auf die Herstellung von Single Malt, und begann mit vielen unterschiedlichen Fasstypen zu experimentieren und vorwiegend Einzelfass-Abfüllungen anzubieten. Edradour besitzt damit heute Schottlands umfangreichstes Portfolio an unterschiedlichen Einzelfassabfüllungen, u.a. aus ehemalige Bordeaux-, Burgunder-, Chardonnay-, Madeira-, Marsala-, Port- oder Sauternes-Fässern.
Gebrannt wird in Edradour mit lediglich zwei sehr kleinen Brennblasen, die Rohbrandblase besitzt eine Kapazität von gut 4200 L, die Feinbrandblase knapp 2200 L. Dazu kommen ein gusseiserner Maischbottich aus dem Jahr 1910 und zwei Gärbottiche aus Douglasien-Holz. Gekühlt wird nach wie vor mit sogenannten „Worm Tubs“, die Gärbrühe mit einem „Morton Refrigerator“. Der originale, kupferne „Morton Refrigerator“ stammte aus dem Jahr 1934 und versah in Edradour zuverlässig den Dienst, die Gärbrühe schnell von etwa 60 °C auf 18 – 22 °C herunter zu kühlen, um das Zusetzen der Hefe zu ermöglichen, bis man ihn 2009 schließlich durch eine Replik aus Edelstahl ersetzen ließ. Das Wasser für den Brennbetrieb stammt aus dem nahegelegenen Mhoulin Moor. Beginnend 2003 experimentierte man mit einem deutlich getorften Whisky, seit 2006 erscheint dieser Ballechin genannte Whisky, dessen Phenolgehalt bei etwa 50 ppm liegt, jedes Jahr mit einer neuen Abfüllung. Benannt wurde die torfige Variante des Edradour nach einer ehemals benachbarten Farmbrennerei namens Ballechin, die 1927 endgültig ihre Pforten schließen musste. Der Whisky-Chronist Alfred Barnard verzeichnete für diese Brennerei in den 1880er Jahren die Produktion von deutlich torfigem Whisky.
Der Erfolg dieses torfigen Whiskies führte zu dem Entschluss, Edradour um eine echte Ballechin Destillerie zu erweitern. 2014 ging die Planungsanfrage bei der lokalen Verwaltungsbehörde, dem „Perth & Kinross Council“ ein, im Winter 2015 begannen bereits die Bauarbeiten für eine ganze Reihe neuer Gebäude. Die dann alte Edradour Destillerie wird die Produktion des Ballechin übernehmen, der Edradour Whisky wird in den neu errichteten Gebäuden produziert werden. Neben diesen Neubauten hat Signatory dort bereits eine Abfüllanlage und eine ganze Reihe neuer Lagerhäuser bauen lassen, seit 2003 befindet sich auch der Hauptsitz des Unternehmens in Edradour.
Das aktuelle Portfolio umfasst fünf Sparten. Die „Classic Range“ umfasst aktuell fünf Abfüllungen, den „Edradour Ten Year Old Distillery Edition“ (40 Vol%), gelagert in ehemaligen Oloroso Sherry- und Bourbon-Fässern, den „Edradour Fairy Flag Aged 15 Years“ (46 Vol%), acht Jahre in ehemaligen Bourbon-Fässern gelagert, anschließend sieben Jahre in First Fill Oloroso Sherry-Fässern, den „Edradour 10 Year Old Unchillfiltered“ (46 Vol%), der im Grunde der Distillery Edition entspricht, allerdings kräftiger im Alkoholgehalt und nicht kühlfiltriert, der „Caledonia 12 Year Old“(46 Vol%), initial in ehemaligen Bourbon- abschließend vier bis fünf Jahre in ehemaligen Oloroso Sherry-Fäsern gereift, und den „Edradour Cream Liqueur“ (17 Vol%), einen Sahne-Likör auf der Basis des Edradour Whisky.
Die Reihe „Cask Strength“, in der Einzelfässer in Fassstärke (weshalb die Alkoholstärke – je nach gerade verfügbarer Abfüllung- variiert) abgefüllt werden. Alle aktuell sechs Whiskies dieser Reihe sind nicht kühlfiltriert und nicht gefärbt: „Straight from the Cask Ten Year Old“, zehn Jahre gelagert im Sherry-Fass, „Cask Strength 14 Year Old“, gelagert 14 Jahre in einem ehemaligen Oloroso Sherry-Fass, „Cask Strength Ten Year Old Bourbon“, gereift zehn Jahre lang im ehemaligen Bourbon-Fass, „Cask Strength 21 Year Old Oloroso Sherry“, im August 1993 gebrannt, in einem First Fill Oloroso Sherry-Fass gereift und im August 2014 abgefüllt, (Fass-Nr. 300), 581 Flaschen, „Cask Strength 18 Year Old Sauternes“, abschließend in ehemaligen französischen Sauternes Wein-Fässern gereift, 306 Flaschen, „Cask Strength 26 Year Pedro Ximenez“, destilliert im April 1985, 20 Jahre im ehemaligen Bourbon-Fass gereift, gefolgt von 65 Monaten im ehemaligen Pedro Ximenez-Fass, 642 Flaschen. In der Reihe „Wine Finished“ den „Straight from the Cask Burgundy Finish“, 12 Jahre, zunächst im ehemaligen Bourbon-Fass, anschließend im Burgunder-Fass nachgereift, „Straight from the Cask Marsala Finish“, 11 Jahre, zunächst im ehemaligen Bourbon-Fass, anschließend im Marsala-Fass nachgereift und die Reihe „Wine Matured“ mit dem „Sauternes

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