Dalwhinnie

Herkunft: UK (Schottland)/ Schottland (Speyside)

Die Dalwhinnie Destillerie liegt im Glen Truim am nordöstlichen Ende des Loch Ericht zwischen den Grampian und den Monadhliath Bergen in der Grafschaft Inverness. Der Name Dalwhinnie leitet sich ab vom Gälischen Begriff für „Treffpunkt, Dail Chuinnidh.

Die Brennerei wird mal der Speyside, mal den Highlands zugeordnet, was Beides seine Richtigkeit hat, den formell liegt Clynelish in den Highlands wie auch in der Speyside. Mit seiner Lage auf 355 m über dem Meere... ... >> weiterlesen


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Dalwhinnie

Die Dalwhinnie Destillerie liegt im Glen Truim am nordöstlichen Ende des Loch Ericht zwischen den Grampian und den Monadhliath Bergen in der Grafschaft Inverness. Der Name Dalwhinnie leitet sich ab vom Gälischen Begriff für „Treffpunkt, Dail Chuinnidh.

Die Brennerei wird mal der Speyside, mal den Highlands zugeordnet, was Beides seine Richtigkeit hat, den formell liegt Clynelish in den Highlands wie auch in der Speyside. Mit seiner Lage auf 355 m über dem Meeresspiegel ist Dalwhinnie die höchstgelegene Destillerie Schottlands. Gleichzeitig ist die zugehörige Ortschaft der durchweg kälteste, bewohnte Ort Großbritanniens, mit einer - vom britischen Meteorologie-Institut bestätigten - mittleren Jahrestemperatur von 6 °C.

Gegründet wurde die Brennerei 1897 von den drei Geschäftsleuten John Grant aus Grantown-on-Spey sowie George Sellar und Alexander Mackenzie aus Kingussie. Mit einem Startkapital von 10.000 Pfund Sterling errichteten sie in der kleinen Ortschaft Dalwhinnie zwischen der Great North Road und der Eisenbahn, der Highland Railway die Strathspey Destillerie.

Obwohl bereits im Februar 1898 die Produktion begann, war die Brennerei im Sommer desselben Jahres insolvent und wurde im Oktober 1898 schließlich an „A. P. Blyth & Sons“ verkauft. Sie waren es auch, die die Destillerie in Dalwhinnie umbenannten.
1905 kaufte mit „Cook & Bernheimer“ der seinerzeit größte Destillerie-Betreiber der Vereinigten Staaten die Dalwhinnie Brennerei. Für günstige 1.250 Pfund Sterling erhielten die US-Amerikaner damals auf einer Auktion den Zuschlag – und tätigten damit das allererste US-Investment auf dem schottischen Whisky-Markt überhaupt. „Cook & Bernheimer“ ließen den bei Dalwhinnie gebrannten Whisky in Leith mit verschiedenen anderen Whiskies für den amerikanischen Markt blenden und von dort in die USA exportieren. Doch mit Beginn der Prohibition endete diese Ära und Lord James Calder, der Geschäftsführer des ebenfalls in Leith ansässigen, schottischen Unternehmens „Macdonald Greenlees“ kaufte Dalwhinnie. Im Zuge der Wirtschafts- und Whisky-Krise Anfang des letzten Jahrhunderts wurden „Macdonald Greenlees“ 1926 selbst Teil der „Distillers Company Ltd. (DCL)“. Womit Dalwhinnie seinen fünften Besitzer in weniger als 30 Jahren erhielt.

Am ersten Februar 1934 vernichtete ein Feuer weite Teile der Brennerei, die daraufhin für vier Jahre ihren Betrieb einstellen musste. Diese erste Stilllegung nutzten die damaligen Eigentümer für umfassende Renovierungs- und Umbauarbeitern. Und so konnte Dalwhinnie 1938 wieder in Betrieb gehen, doch nur um zwei Jahre später erneut schließen zu müssen. Der Grund diesmal: die weltpolitische Lage bzw. der Ausbruch des zweiten Weltkrieges, der zu Getreiderationierungen führte und den Betrieb in den allermeisten Brennereien zu dieser Zeit ruhen ließ.

1947 nahm man den Betrieb nach Kriegsende wieder auf. 1961 dann wurde von der Beheizung der Brennblasen mit Kohle umgestellt auf Wasserdampf, 1968 wurden die Brennerei-eigenen Malzböden geschlossen. Ein Jahr später, 1969, legte die Britische Eisenbahngesellschaft den Schienenast zu Dalwhinnie still, seitdem läuft aller Waren An- und Abtransport per LKW über die Straßen.
1972 ersetzte man Kohle vollständig durch Erdöl als Energieträger, 1986 wurden die alten, gusseisernen Schneckenkondensatoren durch neue Rohrbündelkondensatoren ausgetauscht. Damit einher ging eine deutliche Veränderung im Charakter des Rohbrandes.
1987 wurde die Brennerei durch den Zusammenschluss von DCL und „Arthur Bell & Sons“ Teil von der daraus neu gegründeten „United Distillers“. Ein Jahr später, 1988 wurde der 15 Jahre alte Dalwhinnie Single Malt als Repräsentant des klassischen Highland Whiskies Teil von „Diageos“ Reihe „Classic Malts of Scotland“. 1991/92 schließlich eröffnete man das neu errichtete Besucherzentrum und von 1992 bis 1995 wurde Dalwhinnie ein weiteres Mal grundlegend renoviert. Zu diesem Zeitpunkt baute man auch die 1986 abgebauten, traditionellen Schneckenkondensatoren wieder ein und veränderte so ein weiteres Mal den Charakter des Rohbrandes.

Heute gehört Dalwhinnie nach wie vor zu „Diageo“.

Gebrannt wird bei Dalwhinnie mit Wasser aus dem Flüsschen Allt an t’Sluie, das leicht getorfte Malz stammt aus den „Diageo“ - hauseigenen Mälzereien in Burghead und Roseisle.

Zur weiteren Ausstattung gehören ein Maischbottich aus Edelstahl sowie sechs hölzerne Gärbottiche, fünf davon aus sibirischer Lärche, einer aus Douglasien-Holz. Gebrannt wird mit zwei Brennblasen, gekühlt wird der Rohbrand (heute wieder) mit Schneckenkondensatoren. Da sie sich außerhalb befinden, sind sie vergleichsweise kalt und kühlen den Alkohol entsprechend schnell ab, was eine wichtige Rolle bei der Entstehung eines schweren, schwefeligen Rohbrandes spielt. Die neuen Schneckenkondensatoren sind rund und aus Holz, schmuck anzusehen für die von der A9 kommenden Besucher. Üblicherweise liegen die Kondensatoren auf der Rückseite einer Brennerei – was sie auch bei Dalwhinnie taten, als die Destillerie damals mit Blick auf die heute stillgelegten Eisenbahnschienen gebaut wurde.

Die beiden Brennblasen stammen von „Abercrombie & Co.“ und haben eine traditionelle Form mit einer großen, bauchigen Basis und einem langsam schmaler werdenden Hals, der im Falle der Feinbrandblase sehr hoch ist. Die jährliche Brennkapazität liegt bei ca. 1,3 Mio. L Alkohol, wovon allerdings nur gute 10 % als Single Malt abgefüllt werden. Der weitaus größere Teil von Dalwhinnies Whisky findet Verwendung in den zahlreichen Whisky Blends „Diageos“.
Gelagert wird vor Ort in zwei modern ausgestatteten Lagerhäusern, die Platz für ca. 5.000 – vorwiegend ehemalige Bourbon-Fässer – bieten.
Das Portfolio umfasst den 15 Jahre alten Dalwhinnie, die „Dalwhinnie Distillers Edition“, die zu Teilen in ehemaligen Oloroso Sherry-Fässern gelagert wurde, und seit Herbst 2015 eine Abfüllung ohne Altersangabe, den „Dalwhinnie Winter’s Gold“, der nur während der kalten Wintermonate gebrannt wird.