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Cutty Sark

(Nach historischem Schiff benannt)

Herkunft: UK (Schottland)/ Greater London

1923 wurde der „Cutty Sark Blended Whisky“ im Auftrag der britischen Wein- und Spirituosenhändler „Berry Brothers & Rudd“ speziell für den in den Zeiten der Prohibition hochgradig restriktiven, dabei außerordentlich lukrativen amerikanischen Markt aus der Taufe gehoben: Die Geschäftspartner Francis Berry und Hugh Rudd saßen eines Abends in der James Street Nr. 3 mit dem schottischen Radierer James McBey beisammen, und man befand es sei an der Zeit, für die Vereinigten Staaten von Amerika einen neuen, leichteren Whisky Blend zu kreieren. Von McBey stammte schließlich auch der Vorschlag, den Blend nach dem eben außer Dienst gestellten, englischen Tee- und Wollklipper „Cutty Sark“, dem letzten Klipper der britischen Seefahrt-Geschichte, der je fertiggestellt wurde, zu benennen.
Gebaut hatte man die „Cutty Sark“ auf der Werft „Scott & Linton“ für den Londoner Reeder John Willis im schottischen Dumbarton am Fluss Leven, der westlich von Glasgow in den Firth of Clyde mündet. Dort lief das Schiff am 25. November 1869 auch vom Stapel. Der Name „Cutty Sark“ entstammt im Übrigen dem berühmten Gedicht Robert Burns“, „Tam O’Shanter“ aus dem Jahr 1791. Darin bezeichnet „Cutty Sark“ im Lowlands-Dialekt das kurze Hemd/Gewand der Hexe Nannie. Entsprechend der Herkunft des Namens ist die Gallionsfigur der „Cutty Sark“ eine mit kurzem Hemd bekleidete Dame, die allerdings nicht wie in Burns‘ Gedicht den Schweif von Tams Pferd, sondern einen Strick in ihren Händen hält. Die Überlegungen der „Berry Brothers & Rudd“ gingen auf, ihr „Cutty Sark Blended Whisky“ wurde nicht zuletzt dank des Einsatzes von Kapitän Bill McCoy und seinen Schmuggler-Aktivitäten in Übersee mit dem Ende der Prohibition 1933 bereits ein großer Erfolg.
Noch heute gehört der „Cutty Sark Blended Whisky“ zu den meistverkauften Blended Whiskies in den USA, und hat seit Ende der 1970er Jahre Eingang gefunden in die Popkultur. So findet der „Cutty Sark Blended Whisky“ Erwähnung in Martin Scorseses Filmen „Wie ein wilder Stier“ und „Der Pate“, sowie in der bei Kritikern und Zuschauern beliebten Fernsehserie „The Sopranos“. 1936 gab man die alleinigen Vertriebsrechte des „Cutty Sark“an „Robertson & Baxter“, einem Mitte des 19. Jahrhunderts in Glasgow von William Robertson gegründeten Unternehmen, das die Marke „Cutty Sark“ 2010 schließlich aus dem Portfolio der „Berry Bros. & Rudd“ herauskaufte. Heute gibt es eine ganze Reihe unterschiedlicher „Cutty Sark“ Blends, die von der „Edrington PLC“, dem Nachfolgeunternehmen von „Robertson & Baxter“ aus Glasgow produziert werden.
Die Zeichnung, die seit 1955 auf den Etiketten der Flaschen abgebildet ist, ist das wohl bekannteste Bild des schwedischen Seefahrt-Malers Carl Georg August Wallin, die kräftig gelbe Farbe –inzwischen ein Markenzeichen des Blends- geht auf einen damaligen Irrtum der Etikettendruckerei zurück.
Inhaltlich ist der Blend, beheimatet in der Glenrothes Brennerei, eine Komposition aus etwa 20 Single Malts, die Meisten davon aus der Speyside stammend. Für eine optimale Vermählung der Malt und Grain Whiskies lagert der fertige Blend vor seiner Abfüllung noch einmal sechs Monate in Eichenfässern.
Aktuell (Juni 2017) sind zwei Abfüllungen des „Cutty Sark“ erhältlich, der „Cutty Sark Blend“ mit 40 Vol% Alkoholgehalt, vorwiegend aus Speyside Malts, vermählt mit Grain Whiskies und nachgereift in Fässern aus amerikanischem Eichenholz. Seit 2013, 90 Jahre nach dem Ende der Prohibition in den Vereinigten Staaten von Amerika, gibt es zusätzlich den „Cutty Sark Prohibition“ mit kräftigen 50 Vol% Alkoholgehalt, ausgewählte Malt und Grain Whiskies, in Fässern aus amerikanischer Eiche vermählt und abgefüllt in einer edlen, schwarzen Glasflasche.

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