Bladnoch

Herkunft: UK (Schottland)/ Lowlands

Die Bladnoch Destillerie liegt eingebettet in die satten grünen Wiesen der Grafschaft Dumfries & Galloway nahe des Städtchens Wigtown im südwestlichen Schottland und ist damit die südlichste Brennerei Schottlands.
Gegründet wurde sie – als Teil einer Farm - bereits 1817 durch die Gebrüder John und Thomas McClelland, die Bladnoch nach dem Inkrafttreten des „Excise Act“ 1825 legalisieren ließen.
1845 wurde Bladnoch mit 20 Arbeitern betr... ... >> weiterlesen


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Bladnoch

Die Bladnoch Destillerie liegt eingebettet in die satten grünen Wiesen der Grafschaft Dumfries & Galloway nahe des Städtchens Wigtown im südwestlichen Schottland und ist damit die südlichste Brennerei Schottlands.
Gegründet wurde sie – als Teil einer Farm - bereits 1817 durch die Gebrüder John und Thomas McClelland, die Bladnoch nach dem Inkrafttreten des „Excise Act“ 1825 legalisieren ließen.
1845 wurde Bladnoch mit 20 Arbeitern betrieben, die angestellt waren pro Jahr 16 000 Scheffel Gerste (etwa knapp 350 Tonnen) in Alkohol zu verwandeln. 1878 wurde die Destillerie sowohl vergrößert als auch noch modernisiert, um dem gestiegenen Bedarf des Marktes an Whisky nachzukommen. 1887 umfasste die Bladnoch Destillerie alleine eine Fläche von gut 8000 qm, dazu die umliegenden 200.000 qm Farmland, bewirtschaftet von der Familie McClelland. Die Produktion lag zu dieser Zeit bei etwa 230.000 L Alkohol jährlich. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurden die Zeiten für Whisky Destillerien allgemein schwieriger und die Aussichten weniger vielversprechend, der Gipfel der Krise sicherlich die sog. „Pattison-Krise“, die die gesamte damalige Whisky-Branche in dieser ohnehin schon schwierigen Situation bis ins Mark hinein erschütterte. Erschwerend noch hinzu kamen die immer lauter werdenden Stimmen nach gesellschaftlicher Mäßigung in Bezug auf Alkohol. So legte man auch Bladnoch 1905 schließlich still, und verkaufte die Brennerei 1911 an die irische „William Dunville & Co.“. Diese starteten zwar im Oktober 1912 die Whisky-Produktion grundsätzlich wieder, betrieben die Brennerei aber immer nur in kurzen Zeitintervallen.
1938 verkaufte man Bladnoch dann an „Ross & Coulter“, die die gesamte Ausstattung der Brennerei veräußerten (die Brennblasen gingen seinerzeit beispielsweise nach Schweden).
1956 ging Bladnoch dann an die von A. B. Grant eigens gegründete „Bladnoch Co. Ltd.“, die die Destillerie wieder aufbaute und mit der Produktion begann. 1958 übernahmen dann „McGow & Cameron“, 1966 wurde Bladnoch auf vier Brennblasen erweitert. 1973 kauften die „Inver House Distillers“ die Brennerei, 1983 dann „Arthur Bell & Sons“, nur zwei Jahre später wurden „Arthur Bell & Sons“ Teil der „United Distillers“, die Bladnoch 1993 ein weiteres Mal stilllegten. 1995 schließlich kaufte der nordirische Geschäftsmann Raymond Armstrong Bladnoch aus dem Bestand „Diageos“ heraus, ursprünglich, um daraus für sich und seine Familie ein Feriendomizil zu machen. Strikt unter dieser Vorgabe von „Diageo“ überhaupt nur veräußert, gelang es Armstrong und den umliegenden Einwohnern, von „Diageo“ doch die Erlaubnis für eine Wiederaufnahme des Brennbetriebes zu bekommen, wobei die jährliche Produktionsmenge auf weniger als 100.000 L Alkohol festgelegt wurde. Somit konnte Bladnoch, ausgestattet mit zwei ganz neuen Brennblasen im Jahr 2000 wieder in Betrieb gehen. Die ersten Abfüllungen erschienen 2008 in Form eines Trios sechsjähriger Whiskies, ein Whisky in ehemaligen Bourbon-Fässern gelagert, ein Whisky in ehemaligen Sherry-Fässern und schließlich ein leicht getorfter Whisky.
Im März 2014 wurde das Unternehmen, das die Bladnoch Destillerie geführt hatte liquidiert und die Brennerei an den australischen Unternehmer und Whisky-Liebhaber David Prior verkauft, der damit der erste Australier in Besitz einer schottischen Whisky-Destillerie war. Nach umfangreichen Umbau- und Renovierungsarbeiten, einhergehend u.a. mit dem Einbau von vier neuen Maischbottichen, sechs Gärbottichen aus Douglasien-Holz und einem mit Erdgas beheizten Dampfboiler, ging Bladnoch Ende 2016 unter Brenn- und Blendmeister Ian MacMillan mit insgesamt vier Brennblasen wieder in Betrieb. Zu dieser Zeit brachte man auch die drei Abfüllungen (Alle im Übrigen weder kühlfiltriert noch gefärbt) aus alten Beständen auf den Markt: einen achtjährigen „Bladnoch Samsara“ (46,7 Vol%), gereift in Fässern aus Amerikanischer Eiche (First Fill Bourbon- und First Fill Kalifornische Rotwein-Fässer), einen 15-jährigen „Bladnoch Adela“ (46,7 Vol%), gereift in ehemaligen Oloroso Sherry-Fässern und den 25-jährigen „Bladnoch Talia“ (49,2 Vol%), als ultimative Hommage an Bladnochs Haus-Stil, gereift in ehemaligen Bourbon, ehemaligen Sherry und ehemaligen Whisky-Fässern, mit einer abschließenden Lagerung in nagelneuen Eichenfässern.
Inzwischen hat sich der Blended Whisky „Pure Scot“ dazu gesellt, eine von Ian MacMillan zusammengestellte Mischung aus Bladnoch Single Malt, verschiedenen Speyside, Highland und Islay Single Malts sowie verschiedenen Grain Whiskies (40 Vol%).