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Ardbeg

(Kleine Anhöhe)

Herkunft: United Kingdom/ Schottland/ Islay

Fährt man die südliche Küstenstraße entlang der „Kildalton Shore“ von Port Ellen aus zum Kildalton Kreuz, kommt man aufeinanderfolgend an drei Destillerien vorbei. Zuerst passiert man den langen Zufahrtsweg zu Laphroaig, auf der linken Straßenseite gegenüber liegt das Land der „Friends of Laphroaig“ mit seinen hunderten kleiner Fähnchen, dann kommt man unmittelbar bei Lagavulin vorbei, bevor man sich zu guter Letzt vor den Toren der Ardbeg Destillerie wiederfindet. Benannt nach dem Gälischen Ausdruck für „kleiner Hügel“, Taigh-stail Àirde Beaga, ist der Whisky der Brennerei bekannt für seine intensiven, aromatisch-rauchigen und satt torfigen Noten.
Gegründet wurde Ardbeg im Jahre 1815 von John MacDougall, wobei wie so oft an gleicher Stelle bereits seit Ende des 18. Jahrhunderts illegal Whisky gebrannt worden sein soll. Die Familie MacDougall war nach der Gründung mit der Destillerie so erfolgreich zu der Zeit, dass knapp 70 Jahre nach Inbetriebnahme mehr als 60 Mitarbeiter dort beschäftigt waren, und die jährliche Produktionskapazität bei mehr als 300.000 Gallonen Whisky lag. 1838 dann wurde die Brennerei nach finanziellen Schwierigkeiten an Thomas Buchanan verkauft, einen Wein- und Spirituosenhändler aus Glasgow, allerdings blieb Alexander, der Sohn John MacDougalls als Manager der Brennerei im Betrieb. 1853 ging Ardbeg nach dem Tod von Alexander MacDougall an Colin Hay, nachdem Hay zuvor eine Zeit lang bereits die Geschicke der Brennerei mit Margret und Flora MacDougall, den beiden Enkelinnen John MacDougalls, gelenkt hatte. 1911 ließ man den Namen Ardbeg und das stilisierte „A“ als eingetragenes Warenzeichen schützen. Die Familie Hay kümmerte sich bis 1922 um die Belange Ardbegs, bis die Brennerei zurück an die eigentliche Familie MacDougalls ging, die 1932 schließlich Insolvenz anmelden musste und Ardbeg während der gesamten Zeit der Depression und Prohibition in den USA geschlossen blieb.
1959 dann waren es erneut die MacDougalls: man gründete die „Ardbeg Distillery Ltd.“ und nahm den Brennbetrieb schließlich wieder auf. 1977 übernahmen die „Allied Distillers Ltd.“ Ardbeg, und schlossen die Destillerie zwischen 1981 und 1989 ein weiteres Mal wegen finanzieller Schwierigkeiten. Ende 1989 nahm man den Brennbetrieb wieder auf –allerdings ohne eigene Mälzerei und bis 1996 wurden überhaupt nur zwei Monate im Jahr Whisky gebrannt - bis 1997 die „Glenmorangie PLC“ Ardbeg aufkauften, renovieren ließen, und die Brennerei ab Juni desselben Jahres wieder mit voller Kapazität in Betrieb nahmen.
1998 eröffnete das Besucherzentrum und machte damit die Destillerie der Öffentlichkeit zugänglich. Dank geschickten Marketings und der hervorragenden Fässer Whisky aus der Vergangenheit kehrte Ardbeg um die Jahrtausendwende eindrucksvoll auf den Whisky-Markt zurück. Im Oktober 2004 dann kaufte der internationale Luxusgüter-Konzern „Moët Hennessy Louis Vuitton“ die „Glenmorangie PLC“ samt der zugehörigen Destillerien, die Ardbeg Destillerie eingeschlossen.
Gebrannt wird in Ardbeg heute mit stark getorfter Gerste (mehr als 50 ppm Phenol-Gehalt), die seit der Schließung der eigenen Mälzerei 1981 –verantwortlich für die dichte Torfigkeit der früheren Ardbeg Whiskies- vollständig von den „Port Ellen Maltings“ stammt. Seit 1921 tut eine der wenigen, verbliebenen Boby Malt Mills zuverlässig ihren Dienst, das Wasser bezieht man aus dem drei Meilen aufwärts gelegenen Loch Uigeadail (zu Deutsch etwa „geheimnisvoller, dunkler Ort“), dessen Wasser zunächst in das Loch Airigh nam Beist (zu Deutsch in etwa „Höhle des Biestes“) fließt, bevor es in einem kleinen Fluss hinunter zu Charlie’s Dam und von dort ins Sudhaus gelangt. Die sechs Gärbottiche sind aus Oregon Pinie (23.500 L), destilliert wird doppelt, mit einer Rohbrand- (18.000 L) und einer Feinbrandblase (16.900 L), Letztere ist –einmalig auf Islay- mit einem sog. „Purifier“ ausgestattet, einer Leitung, die vom Lyne Arm einen kleinen Teil des Destillats wieder zum Schwanenhals der Brennblase zurück gibt, den Rückfluss also etwas erhöht. Das New Make gelangt dann mit 76 Vol% Alkoholgehalt in First und Second Fill Bourbon-, French Oak- und ehemalige Sherry-Fässer, bevor die Fässer vor Ort in den vier Lagerhäusern, zwei traditionelle Dunnage Warehouses, zwei moderne Lagerhäuser mit einer Gesamtkapazität von ca. 24.000 Fass, in Meeresnähe gelagert werden. Die jährliche Produktionskapazität liegt bei um die 950.000 Liter, unter Volllast sind 1,1 Millionen Liter möglich.
Heute umfasst das Standard-Portfolio der Destillerie drei Abfüllungen: den „Ardbeg Ten“, einen Zehnjährigen mit kräftigen 46 Vol% Alkoholgehalt, den „Ardbeg Uigedeail“ mit 54,2 Vol%, den ersten hochprozentigen Ardbeg nach der Wiedereröffnung der Brennerei und ein exzellenter Whisky aus einer Mischung ehemaliger Bourbon und alter, ehemaliger Sherry-Fässer. Benannt nach einer der beiden Quellen Ardbegs (die zweite Quelle Airigh nam Beist war ebenfalls Namensgeberin für eine Ardbeg-Abfüllung), wurde dieser „Ardbeg Uigeadail“ 2009 von Whisky-Ikone Jim Murray zum „Whisky des Jahres“ erkoren. Der Dritte im Bunde ist schließlich der „Ardbeg Corryvreckan“ (57,1 Vol%), benannt nach dem riesigen Meeresstrudel Corryvreckan, der nördlich zwischen Islay und Jura liegt. Ergänzt werden diese drei Standard-Abfüllungen von einer kleinen Handvoll Abfüllungen Unabhängiger, sporadisch erscheinenden, limitierten Abfüllungen und den jährlich erscheinenden Sonderabfüllungen für das sogenannte „Ardbeg Committee“, einer Art Interessensgemeinschaft, gegründet im Jahr 2000 und bestehend aus inzwischen weltweit mehr als 120.000 Mitgliedern, mit dem Zweck und Ziel, Ardbeg Whisky zu genießen und die Kunde diesen Genusses zu teilen und zu verbreiten. Darunter waren die vergangenen Jahre berühmte und inzwischen sehr gesuchte Abfüllungen wie der „Ardbeg Kelpie“ erschienen 2017, der „Ardbeg Dark Cove“ erschienen 2016, der „Ardbeg Perpetuum“ (2015), der „Ardbeg Auriverdes“ (2014), der „Ardbog“ von 2013, der „Ardbeg Galileo“ von 2012 oder die „Ardbeg Supernova“ Abfüllung(en) aus den Jahren 2009 und 2010 mit ihren intensiven 100 ppm Phenol.

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