Tullibardine

Herkunft: UK (Schottland)/ Schottland (Midlands)

Die Tullibardine Destillerie liegt zwischen Perth und Stirling im Örtchen Blackford, bekannt für das Golfhotel Gleneagles in der Grafschaft Perth & Kinross in der Nähe der Ochil Hills.
Das Brennen von Alkohol hat an diesem Ort eine sehr lange Tradition, denn es stand dort bereits eine Brauerei, als der junge König James IV im Jahr 1488 - derselbe König, der später bei Bruder Cor 1495 Aqua vitae aus acht Boll Gerste (entsprechen in etwa 211 L Gerste) orderte –... ... >> weiterlesen


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Tullibardine

Die Tullibardine Destillerie liegt zwischen Perth und Stirling im Örtchen Blackford, bekannt für das Golfhotel Gleneagles in der Grafschaft Perth & Kinross in der Nähe der Ochil Hills.
Das Brennen von Alkohol hat an diesem Ort eine sehr lange Tradition, denn es stand dort bereits eine Brauerei, als der junge König James IV im Jahr 1488 - derselbe König, der später bei Bruder Cor 1495 Aqua vitae aus acht Boll Gerste (entsprechen in etwa 211 L Gerste) orderte – vor seiner Krönung in Scone in Blackford anhielt und dort ein Fass Bier erstand. So angetan war James IV. davon, dass die Brauerei 1503 sogar eine Royal Charter erhielt.
Gut dreihundert Jahre später, 1798, bauten William und Henry Bannermann in Blackford eine erste Tullibardine Destillerie, die ein Jahr lang in Betrieb war, und dann bereits wieder schließen musste. 1814 nahm Tullibardine unter Andrew Bannerman erneut den Betrieb auf, diesmal bis 1837.
Im 19. Jahrhundert gab es in Blackford eine große Mälzerei und drei Brauereien. Die Sharp‘s Brauerei der Familie Sharp, 1899 umbenannt in Gleneagles Brauerei und zwei weitere Brauereien im Besitz der Familie Eadie. Eine dieser Brauereien wurde begann als kleines Haus 1809 unter Wiliam Eadie, 1896 folgte unmittelbar daneben eine weitere Brauerei mit Mälzerei, aus der schlussendlich die „Gleneagles Maltings Ltd.“ wurde. Robert und George Eadie eröffneten 1860 eine dritte Brauerei unter dem Namen „Robert Eadie & Sons“. Die beiden Betriebe der Eadies mussten zu Beginn des 20. Jahrhunderts im Zuge der allgemeinen Wirtschaftskrise aufgeben, die Gleneagles Brauerei wurde Ende der 1920er Jahre geschlossen und alle Gebäude bis auf das ehemalige Bürohaus abgerissen.
1947 schließlich kaufte William Delmé-Evans das Gelände der alten Brauerei und begann, dort eine Destillerie nach modernen Standards zu errichten. Delmé-Evans wurde 1920 in Wales geboren, studierte Immobilienverwaltung und Landwirtschaft und kaufte zunächst eine Farm in der Grafschaft Northampton. Eine Tuberkulose-Erkrankung führte bald dazu, dass weder Kriegsdienst noch schwere, körperliche Arbeit für ihn mehr in Frage kamen, und Delmé-Evans begann, sich mit einer seit seiner Jugend gehegten Leidenschaft, der Destillationskunst- näher auseinanderzusetzen. Sein großer Traum war es eine Brennerei zu bauen, deren Konstruktion sich für eine hohe Effektivität zuerst an den Naturgesetzten gefolgt von der Naturwissenschaft orientieren sollte. Manche seiner Neuerungen sind bis heute in Betrieb, beispielsweise fließt das Kühlwasser noch immer rein mit Hilfe der Schwerkraft über die Kondensatoren, und die Abwärme, die in Tullibardine generiert wird, wird mit Hilfe eines zweiten Wärmetauschers weiter genutzt.
Die Umsetzung seines Vorhabens war zu den besonderen Zeiten in den Nachwehen des zweiten Weltkrieges mit anhaltenden Rationierungen von Baumaterialien wie Lebensmitteln mühsam, doch Delmé-Evans verfolgte sein Ziel hartnäckig. Hilfe hatte er in all der Zeit durch den ehemaligen Steuerbeamten C. I. Barrett, der in seiner aktiven Zeit sehr viel Erfahrung in einer Reihe Highland Destillerien hatte sammeln können. Mit Erfolg, denn bereits 1949 konnte Tullibardine mit der Produktion beginnen und war damit die erste Brennerei nach 1900, die neu errichtet wurde. Bis 1953 leitete Delmé-Evans seine Brennerei selbst, leitender Geschäftsführer bis 1958 war Mr. Barrett, dann zwangen gesundheitliche Gründe Delmé-Evans dazu, seine Gesellschaft an den Whisky Blender „Brodie Hepburn Ltd.“ zu verkaufen, der zunächst die Kapazitäten erweitern ließ. Zwei Jahrzehnte später, 1971, kaufte die „Invergordon“ „Brodie Hepburn Ltd.“ und begannen, Tullibardine umzubauen. Im Zuge dieser Renovierungsarbeiten erweiterte man die Brennerei 1973/74 von zwei auf dann vier Brennblasen. 1991 kauften „Whyte & Mackay“ (zu dieser Zeit Teil der „Fortune Brands“) „Invergordon“ und legte Tullibardine im Januar 1995 schließlich still.
Erst 2003 im Juni kaufte ein Konsortium bestehend aus einer Reihe von erfahrenen Whisky-Branchenkennern Tullibardine für 1,1 Mio. Pfund Sterling von „Jim Beam“ (die wiederum 1996 „Whyte & Mackay“ absorbiert hatten). Schon im Dezember 2003 ließ man die Produktion unter den kundigen Augen von John Black (der davor u.a. in Ardbeg, Auchentoshan und Scapa tätig gewesen war) mit einem Paar Brennblasen und geringer Kapazität wieder anlaufen. Da sich in den Lagerhäusern eine große Menge Whisky fand, der seinerzeit in alte, ausgelaugte Fässer gefüllt worden war und sich entsprechend bestenfalls für Whisky Blends eignete, starteten die neuen Eigentümer eine umfangreiche und kostspielige Umfüll-Aktion. 2004 öffnete man die Türen Tullibardines und die des neu errichteten Besucherzentrums für die Öffentlichkeit.
2011 verkaufte das Konsortium Tullibardine dann an den französischen Spirituosen-Konzern „Picard Vins & Spiritueux“, und wird heute offiziell betrieben von den „Terroirs Distillers“, einem privat geführten Tochterunternehmen Picards.
Gebrannt wird heute bei Tullibardine mit Wasser aus dem Danny Burn, das aus den umliegenden Ochil Hills stammt. Durch Basalt und roten Sandstein braucht das Wasser etwa 15 Jahre, bis es den Danny Burn erreicht hat. Von solch außergewöhnlicher Qualität ist dieses besondere Wasser, dass es seit 1979 unter der Bezeichnung „Highland Spring“ abgefüllt und verkauft wird. Es gibt vier Brennblasen, neun Gärbottiche und einen Maischbottich aus rostfreiem Stahl. Die Produktionskapazität liegt bei etwas mehr als 2 Mio. L Alkohol pro Jahr. 2015 kaufte man Teile der alten, zwischenzeitlich als Einkaufszentrum genutzten - Lagerhäuser zurück, um die Lagerkapazität zu erhöhen, eine neue Abfüll-Anlage soll ebenfalls vor Ort entstehen.

Das Portfolio umfasst heute in der Reihe „Sovereign and Wood Finishes“ den „Tullibardine Sovereign“, den „Tullibardine 225 Sauternes Finish“, gelagert in Bourbon-Fässern, abschließend gereift in 225 L Sauternes-Fässern des Chateau Suduiraut, den „Tullibardine Burgundy Finish“, zunächst in Bourbon-Fässern gelagert, abschließend gereift in Pinot Noir-Fässern des Chateau de Chassagne Montrachet und den „Tullibardine Sherry Finish“, der erst in First Fill Sherry-Fässern lagerte, bevor er abschließend in Pedro Xieménez Sherry-Fässern reifte. Alle Whiskies werden ohne Altersangabe in Trinkstärke mit 43 Vol% Alkoholgehalt abgefüllt. Die „Marquess Collection“ umfasst den „Tullibardine The Murray 2004“ und den „Tullibardine The Murray 2nd Edition“, 12-jährige Abfüllungen in Fassstärke. Die „Fine Aged Collection“ beinhaltet einen 20- und einen 25 Jahre alten Tullibardine (Beide mit 43 Vol%) und in der „Custodian’s Collection“ finden sich mit einem „Tullibardine 1952“ und einem „Tullibardine 1970“ zwei absolute Raritäten der Whisky-Welt.