Pikesville

Herkunft: USA/ Kentucky

Begonnen hat die Geschichte des „Pikesville Straight Rye Whiskey“ in den 1890er Jahren im kleinen Städtchen Scott’s Level. Dort stand die Destillerie der „L. Winand & Brothers“, in der der „Pikesville Straight Rye Whiskey“, ein klassischer, sogenannter Maryland Rye, wie er bis zu den Zeiten der Prohibition vor allem im Norden der Vereinigten Staaten von Amerika in Maryland und Pennsylvania gängig war, produziert wurde. Weshalb die „L. Winand ... ... >> weiterlesen


Pikesville Straight Rye  Produktbild
Pikesville
Straight Rye
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Pikesville

Begonnen hat die Geschichte des „Pikesville Straight Rye Whiskey“ in den 1890er Jahren im kleinen Städtchen Scott’s Level. Dort stand die Destillerie der „L. Winand & Brothers“, in der der „Pikesville Straight Rye Whiskey“, ein klassischer, sogenannter Maryland Rye, wie er bis zu den Zeiten der Prohibition vor allem im Norden der Vereinigten Staaten von Amerika in Maryland und Pennsylvania gängig war, produziert wurde. Weshalb die „L. Winand & Bros.“ ihren Whiskey nach dem Nachbarort Pikesville nannten, ist nicht abschließend geklärt, eventuell hätte ein „Scott’s Level Whiskey“ zu sehr an Scotch erinnert. Man weiß es nicht.
Man war mit dem „Pikesville Straight Rye“ äußerst erfolgreich, bis die Zeiten der Prohibition in den USA anbrachen und die Brennerei wie so viele andere schließen musste.
1936, drei Jahre nach dem Ende der Prohibition, kaufte der Geschäftsmann Andrew W. Merle Marke und ursprüngliches Rezept für den „Pikesville Straight Rye“. Merle selbst war weder vom Fach noch besaß er eine eigene Brennerei, wollte aber die Marke, die er besaß, unbedingt reetablieren. Und so suchte sich Andy Merle eine Destillerie und einen Brennmeister, die ihm den „Pikesville Straight Rye“ nach Originalrezept brennen und abfüllen würden. Zu diesem Zweck gründete er die „Standard Distillers Products“, die sich mit der „Corporation Trust Corporation, CTC“ zusammen taten, die die Monumental Destillerie in Lansdowne bzw. Halethorpe bzw. Arbutus besaß. Und dort wurde dann der „Pikesville Maryland Rye“ gebrannt und abgefüllt. Bis 1942 ein Unfall auf dem Brennerei-Gelände das Ende der CTC bedeutete, und die Brennerei ab 1943 als Majestic Destillerie unter der „Majestic Distilling Company“ weitermachte. 1972 endete die Produktion des „Pikesville Straight Rye“ auch in der Majestic Destillerie, so dass sich der inzwischen Sohn von Andrew Merle auf die Suche nach einem neuen Vertragspartner machen musste. Es gibt Dokumente, die belegen, dass Merle Jr. eine Weile lang den „Pikesville Straight Rye“ in einer Pennsylvania Destillerie hat brennen lassen, möglicherweise in der alten Publicker Destillerie, möglicherweise auch in der alten Michter’s Destillerie in Schaefferstown. Doch Ende der 1970er Jahre, als auch die letzten Brennereien Pennsylvanias schlossen, musste Merle Jr. eine neue Quelle für Rye Whiskey auftun und er fand sie in Kentucky, genauer bei den „Glenmore Distillers“ in Owensboro, Kentucky.
1982 dann kaufte „Heaven Hill“ schlussendlich die Marke des „Pikesville Straight Whiskey“ und begann, den „Pikesville Whiskey“ im alten Maryland-Stil in Kentucky zu brennen.
Auch 2018 gehört der „Pikesville Straight Rye Whiskey“ noch zu „Heaven Hill“ und wird in deren Bernheim Destillerie produziert.
Das Portfolio umfasst dabei den klassischen „Pikesville Straight Rye“ und den mehrfach ausgezeichneten (u.a. von „Whisky-Papst“ Jim Murray) „Pikesville 6 Year Old 110 Proof Straight Rye“.