Papidoux

Herkunft: Frankreich/ Cormeilles/ Normandie

Cidre, oder „Sicera“, lateinisch für „belebendes Getränk“ ist seit der Antike bekannt, vor allem in Regionen, die sich für den Weinbau nicht eignen. Ursprünglich von den Wikingern eingeführt, entwickelte sich Cidre um das 15. Jahrhundert zum Getränkt der Adligen und des Klerus. Aus dieser Zeit gibt es auch die ersten Berichte der Herstellung von „Aqua Vitae“ einem Cidre-Destillat und Vorläufer des heutigen Calvados, vornehmlich in Ap... ... >> weiterlesen


Papidoux

Cidre, oder „Sicera“, lateinisch für „belebendes Getränk“ ist seit der Antike bekannt, vor allem in Regionen, die sich für den Weinbau nicht eignen. Ursprünglich von den Wikingern eingeführt, entwickelte sich Cidre um das 15. Jahrhundert zum Getränkt der Adligen und des Klerus. Aus dieser Zeit gibt es auch die ersten Berichte der Herstellung von „Aqua Vitae“ einem Cidre-Destillat und Vorläufer des heutigen Calvados, vornehmlich in Apotheken und in Klöstern. Im Jahre 1606 dann findet sich das erste schriftliche Zeugnis über die Destillation von Cidre zu „Eau de vie“ in der Normandie. Mit der Französischen Revolution im Jahre 1789 etabliert sich schließlich endgültig die Bezeichnung „Calvados“.
Das 19. Jahrhundert dann sah mit der Industrialisierung den nächsten großen Entwicklungsschritt in der Calvados-Produktion und der Calvados in Folge sein „Goldenes Zeitalter“. Seit Ende des zweiten Weltkrieges ist die Bezeichnung „Calvados“ als „Appéllation d’Origine Contrôlée, AOC“ geschützt.
Die Geschichte der Destillerie Busnel, im Herzen der Normandie in Cormeilles, etwa anderthalb Autostunden nordwestlich von Paris gelegen, beginnt in der Mitte des 19. Jahrhunderts, als Großvater Ernest Busnel seine Leidenschaft für Calvados entdeckt und auslebt. Ernests Sohn Georges und wiederum dessen Sohn Pierre gründeten dann 1927 das Haus „Busnel, Vater und Sohn“. Bereits in den 1930er Jahren belieferte man ganz Frankreich und mit 1938 begann man, über den Nordatlantik zu exportieren. Nach Ende des zweiten Weltkrieges war die Destillerie Busnel 1952 soweit wieder aufgebaut, dass man die Produktion wieder aufnehmen konnte. Ende der 1970er Jahre zählte Busnel bereits zu den großen Vertretern ihrer Zunft.
Bis heute stellt man dort in der inzwischen vierten Generation hochwertigsten Calvados her: Nach der Apfelernte, die meist von September bis zu den ersten Nachtfrösten stattfindet, werden die Äpfel gewaschen, gepresst und zu Cidre vergoren. Nach der sich anschließenden Destillation wird der frisch gebrannte Calvados in Eichenfässern bis zu seiner Abfüllung gelagert.
Die Destillerie Busnel bietet den „Pâpidoux Calvados“ in vier verschiedenen Qualitäten, je nach Dauer der Fass-Lagerung, an. „Pâpidoux Fine“ ist der jüngste, drei Jahre gereifte Calvados, „Pâpidoux VSOP“, der für mindestens fünf Jahre reifte, „Pâpidoux Calvados XO“, der wenigstens sechs Jahre im Fass lagerte, und schließlich der „Pâpidoux Calvados Hors d’Age“, der 15 Jahre lang reifte.