Helbing

Herkunft: Deutschland/ Hamburg

Alles begann mit dem deutsch-dänischen Kaufmann Heinrich Carl Graf von Schimmelmann, der im Rahmen des Siebenjährigen Krieges (1756 – 1763) zu viel Geld gekommen war. Schimmelmann erwarb 1759 Schloss Ahrensburg  der Familie von Rantzau, 1762 kaufte er das bäuerliche Gutsdorf Wandsbek, das er dank der guten Lage vor den Toren der Stadt Hamburg zu einem Fabrikort mit Mühlen, Brauereien, Handwerks- und Gewerbebetrieben und mehr als 1.500 dort beschäftigten Arbeitern ausb... ... >> weiterlesen


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Helbing

Alles begann mit dem deutsch-dänischen Kaufmann Heinrich Carl Graf von Schimmelmann, der im Rahmen des Siebenjährigen Krieges (1756 – 1763) zu viel Geld gekommen war. Schimmelmann erwarb 1759 Schloss Ahrensburg  der Familie von Rantzau, 1762 kaufte er das bäuerliche Gutsdorf Wandsbek, das er dank der guten Lage vor den Toren der Stadt Hamburg zu einem Fabrikort mit Mühlen, Brauereien, Handwerks- und Gewerbebetrieben und mehr als 1.500 dort beschäftigten Arbeitern ausbaute. Gleichzeitig ließ er von seinem Dresdner Baumeister Carl Gottlob Horn (1734–1807) das Wandsbeker Schloss bauen und einen großzügigen Park nach Süden hin anlegen.
Im Zuge des Umbaus des Wandsbeker Gutsdorfes hin zu einem Produktionsort stellte Schimmelmann 1774 den Dresdner Brennmeister Samuel Ernst Helbing (1730 – 1814) an. Er betraute Helbing mit der Verwaltung von Gut Wandsbek, das mit einem Brau- und Brennrecht ausgestattet war und bat ihn – Helbing stammte aus einer Familie von Schnapsbrennern und Brauern – einen typisch norddeutschen Schnaps zu entwickeln. Samuel Ernst Helbing kreierte daraufhin basierend auf der lokalen, norddeutschen Gewürz-Spezialität Kümmel eine Spirituose, auf deren Rezept noch heute der „Helbing Kümmel“ fußt.
Sein Enkelsohn Johann Peter Hinrich Helbing trat in die Fußstapfen des Großvaters und lernte das Brennerei-Handwerk, nicht zuletzt um die Geschäfte seines Großvaters und dessen Rezepte weiterentwickeln zu können. Und Peter Hinrich Helbing war damit sehr erfolgreich. Am 14. Februar 1836 gründete er in Hamburg-Wandsbek seine  „Helbingsche Dampf-Kornbrennerei“. Das noch junge Unternehmen wuchs und gedieh und erlangte weit über Hamburgs Stadtgrenzen hinaus Bekanntheit, seine Spirituosen erfreuten sich zunehmend großer Beliebtheit. Bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts hatte sich die „Helbingsche Dampf-Kornbrennerei“ unter der Leitung von Christoph Heinrich Helbing (1835 - 1886), dem Sohn Johann Peter Helbings, von einem kleinen 5-Mann-Betrieb zu einem Unternehmen mit mehr als 400 Mitarbeitern und Niederlassungen in Liverpool, London und Paris entwickelt. Nach dem Tod von Christoph Heinrich Helbing 1886 führte seine Witwe Sophia Margaretha Neta Helbing (geb. Holst) mit ihrem gemeinsamen Sohn Christoph Heinrich Helbing (1863 - 1905) und zwei ihrer Schwiegersöhnen die Firma weiter. 1890 wurde aus dem Familienbetrieb schließlich eine Aktiengesellschaft, die fortan den Namen „Helbingschen Dampf-Kornbrennerei und Presshefe-Fabriken AG“ trug. Denn neben dem Brennen von Kümmel-Spirituosen hatte sich Helbing als zweites Standbein zusätzlich auf die Entwicklung von Brau-Hefen spezialisiert. Auch das so erfolgreich, dass er damit die Grundlage für die Entstehung eines der weltweit größten Unternehmen für die Herstellung von Brau- und Gär-Hefen schuf. 1919 ging die Helbing Destillerie in Wandsbek in der „Ostwerke AG“ auf, die „Heinrich Helbing GmbH“ wurde 1927 von der „Norddeutschen Hefeindustrie AG“ aufgekauft, aus der mit der „Deutsche Hefewerke GmbH“ in Folge einer der größten Hefe-Produzenten Europas entstand.

1974 übernahm die Hamburger Unternehmer-Familie Matthiesen, Eigentümer des Spirituosen-Unternehmens „Borco-Marken-Import“ „Heinrich Helbing“ und produziert seitdem den „Helbing Kümmel“ nach den alten Rezepten von Johann Peter Hinrich Helbing. Heute gibt es noch nach den ganz alten Rezepten destilliert den „Helbing Kümmel“ (35 Vol%) und „Helbings Feiner Aquavit“ (42 Vol%) im Angebot. Beide Spirituosen sind aus vielen Haushalten und Hausbars auch heute noch nicht mehr wegzudenken.