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Blair Athol

(Benannt nach dem Flüsschen Allt Dour)

Herkunft: United Kingdom /Schottland/ Eastern Highlands

Die Blair Athol Destillerie nahm als eine der ersten, legalen Destillerien Schottlands als Aldour Destillerie 1798 nach der Gründung durch John Steward und Robert Robertson ihren Brennbetrieb auf. Benannt hatten die Beiden ihre Distille, gelegen ganz in der Nähe des geschäftigen Städtchens Pitlochry an den Ufern des Flusses Tay im Herzen der Grafschaft Perth, nach dem Flüsschen Allt Dour, von dem die Brennerei seinerzeit ihr Wasser bezog.
Kurz nach ihrer Fertigstellung musste Aldour allerdings bereits wieder schließen, und blieb eine ganze Weile lang außer Betrieb, bis John Robertson die Brennerei 1825 kaufte und in Folge in Blair Athol umbenannte (nicht zuletzt, um der damaligen lokalen Obrigkeit, dem Grafen von Atholl zu schmeicheln). Lange blieb Blair Athol nicht in Robertsons Händen, denn bereits 1825/1826 verpachtete der Graf von Atholl Blair Athol an Alexander Conacher bzw. die „Conacher & Co.“. 1860 dann erbte dessen Tochter Elizabeth Conacher die Brennerei.
1882 verkaufte man Blair Athol erst an „Peter Fraser & Co.“, 1886 ging sie an Peter Mackenzie von den „P. Mackenzie & Co. Distillers Ltd.“, dem späteren Begründer der Dufftown Brennerei und wurde somit Teil des „Peter Mackenzie Blending House“. 1932 schloss Blair Athol wieder seine Pforten, 1933 kauften „Arthur Bell & Sons“ aus Perth die „P. Mackenzie & Co. Distillers Ltd“ samt Blair Athol, nahmen die Brennerei allerdings 1949 nach umfassenden Umbau- und Renovierungsarbeiten erst wieder in Betrieb. Seit dieser Zeit läuft der Brennbetrieb dort ohne Unterbrechung. Mit dem Boom v.a. bei den Blended Whiskies und dem Ausbau des Marktanteils der Bell’s Whisky Blends, verdoppelte man 1973 schließlich die Produktionskapazität von zwei auf vier Brennblasen. 1985 dann gehen „Arthur Bell & Sons“ an „Guinness“ und wird damit den „United Distillers“ zugeordnet. 1987 eröffnet man ein Besucherzentrum und seit dieser Zeit gehört Blair Athol zu den „offenen“ Brennereien und kann entsprechend besichtigt werden. 1998 fusionieren die „United Distillers“ mit den „International Distillers & Vintners“ als Teil der „Grand Metropolitan Group“, woraus schließlich der Groß-Konzern „Diageo“ entsteht.
Heute brennt man in Blair Athol mit vier Brennblasen, dazu einem Maischbottich und sechs Gärbottichen, wobei ursprünglich vier aus Lärchenholz und vier aus Edelstahl gefertigt waren, seit 2010 sind alle Gärbottiche aus Edelstahl. Das Malz bezieht man von den „Diageo“-eigenen „Roseisle Maltings“, das Wasser stammt vom Kinnaird Burn von den Flanken des 841 m hohen Ben Vrackie. Gebrannt wird aktuell sieben Tage die Woche, woraus ein Alkohol-Ausstoß von 2,8 Mio L resultiert. Produziert wird hauptsächlich für die Blended Whiskies der Marke „Bell’s“ (überwiegend in ehemaligen Bourbon-Fässern gereift), etwa 5 % werden in ehemaligen Sherry-Fässern gereift und als Single Malt – hauptsächlich von unabhängigen Abfüllern, angeboten.
In den 1980er Jahren füllte man unter „Arthur Bell & Sons“ einen achtjährigen Blair Athol Single Malt ab, unter der Eigentümerschaft „Diageos“ gibt es die Abfüllung eines zwölfjährigen Blair Athol im Rahmen der „Flora & Fauna“-Reihe. 2003 erschien in der halb-offiziellen Reihe „United Distillers Rare Malts“ die Abfüllung eines 27-jährigen Blair Athol, destilliert 1975, seit 2009 gibt es immer wieder fassstarke „Distillery Only“-Abfüllungen.

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