Aberlour

Herkunft: UK (Schottland)/ Schottland (Speyside)

Dort in der Region Speyside, wo das Flüsschen Lour auf den berühmten Spey trifft, liegt der kleine Ort Aberlour (gesprochen „Ab-er-LAU-errr“) am Fuße der Bergkette des Ben Rinnes. Der Name Aberlour entstammt dem Gälischen und heißt in etwa so viel wie „Mündung des rauschenden Baches“ und bezieht sich vermutlich auf die nahegelegene Quelle des Heiligen Drostan, der ein Anhänger des Heiligen Columba aus dem sechsten Jahrhundert n. Chr. war. Ein ... ... >> weiterlesen


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Aberlour

Dort in der Region Speyside, wo das Flüsschen Lour auf den berühmten Spey trifft, liegt der kleine Ort Aberlour (gesprochen „Ab-er-LAU-errr“) am Fuße der Bergkette des Ben Rinnes. Der Name Aberlour entstammt dem Gälischen und heißt in etwa so viel wie „Mündung des rauschenden Baches“ und bezieht sich vermutlich auf die nahegelegene Quelle des Heiligen Drostan, der ein Anhänger des Heiligen Columba aus dem sechsten Jahrhundert n. Chr. war. Ein Abbild dieser Quelle findet sich auf zahlreichen Etiketten der Original-Abfüllungen von Aberlour.

Die Geschichte des Destillierens an diesem Ort geht zurück bis an den Anfang des 19. Jahrhunderts. Eine erste Brennerei entstand dort zwischen 1823 und 1826, gegründet von Peter Weir und James Gordon, und wurde damals von den Brüdern James und John Grant in Pacht betrieben. Der Brennbetrieb dort endete, als die Grants zwischen 1833 und 1840 nicht weit entfernt in Rothes mit der Glen Grant Destillerie ihre eigene Brennerei errichteten. 1879 brannte die alte Aberlour Destillerie vollständig ab und der Farmer und Unternehmer James Fleming baute sie vollständig wieder auf, allerdings einige hundert Meter weiter flussaufwärts, und betrieb sie fortan unter dem Namen Aberlour-Glenlivet. Fleming war ein bekannter Whisky-Entrepreneur seiner Zeit. So gehörte ihm ebenfalls die nahegelegene Dailuaine Destillerie, zudem ließ er im Ort Aberlour das Rathaus und ein Krankenhaus errichten. 1892 wurde Aberlour-Glenlivet dann an „Robert Thorne & Sons“ verkauft, einen Whisky-Produzenten und Blender aus Greenock bei Glasgow. Wie zahlreiche der Brennereien aus der viktorianischen Zeit brannte auch Aberlour-Glenlivet 1898 ein zweites Mal beinahe vollständig ab und wurde anschließend nach Plänen von Charles C. Doig, jenem Architekten, der die Pagoden „erfand“, neu aufgebaut. In der Zeit während des ersten Weltkrieges war Aberlour von 1917 bis 1919 stillgelegt, kurz darauf - 1920/21 - wurde „Robert Thorne & Sons“ liquidiert und die Aberlour Destillerie an das Brau-Unternehmen „WH Holt & Sons“ verkauft. Unter deren Geschäftsführung blieb die Brennerei bis in den zweiten Weltkrieg hinein, als man sie 1942 schließlich an James Donald Stewart verkaufte. Während dieser Zeit war die Brennerei faktisch nicht in Betrieb, der lokalen Historie zu Folge schmuggelten die Einwohner Aberlours Gärbrühe den Lour hinauf, um ihren Whisky unter den Linn Wasserfällen schwarz zu brennen.
1945 dann kaufte die „ S. Campbell & Sons Ltd.“, später unter dem Namen „Campbell Distillers“ bekannt, Aberlour und ließen die Brennerei über die Jahre umbauen. So schloss man 1962 die eigene Tennenmälzerei, 1973 modernisierte man umfassend und erweiterte die Brennkapazität um je eine weitere Wash und eine Spirit Still. 1974/75 kaufte „Pernod Ricard“ die „Campbell Distillers“ und als im Jahr 2001 noch die „Chivas Brothers“ zu „Pernod Ricard“ stießen, gelangte die Aberlour Destillerie unter deren – nicht un-erfolgreiche - Geschäftsführung, die bis heute besteht.

Das Wasser für Aberlours Brennbetrieb stammt aus verschiedenen Quellen (Birkenbush und Target u.a.), die am Fuße des Ben Rinnes entspringen. Verwendet wird Gerste der Sorten Optic, Braemar, Propino und Concerto, die gänzlich ungetorft verarbeitet wird.
Man betreibt zwei Maischbottiche mit je 12 t Fassungsvermögen und sechs Edelstahl-Gärbottiche mit jeweils 21.120 L Inhalt. Gebrannt wird heute bei Aberlour mit vier Brennblasen, je zwei Wash und zwei Spirit Stills, die jährliche Alkoholproduktion liegt bei etwa 3,5 Mio L.
Das New Make mit zwischen 67 und 70 Vol% Alkoholgehalt wird in ehemalige Bourbon- und Sherry-Fässer gefüllt, die in Lagerhäusern mit Regalen gelagert werden, darunter im bekannten Warehouse No. 1, in dem auch Verkostungen durchgeführt werden.

Das Standard-Portfolio der Destillerie umfasst (Stand März 2019) einen zwölf-, einen 16- und einen 18 Jahre alten Aberlour Single Malt sowie den „Aberlour A’bunadh“ (Gälisch für Ursprung), eine mindestens jährlich erscheinende, limitierte Abfüllung in Fassstärke aus rein in ehemaligen, spanischen Oloroso Sherry-Fässern gelagertem Whisky. Darüber hinaus gibt es immer wieder Abfüllungen eigens für den Reisehandel sowie Abfüllungen Unabhängiger wie z.B. von „That Boutique-y Whisky Company“, „Murray McDavid“ oder „Malts of Scotland