Cask Pyramide - Speyside (Foto: Heinz Fesl)

das Blending ist eine komplizierte Kunst
Scotch Whisky Association 

Ein Blended Whisky enthält zwischen 15-50 verschiedene Einzelwhiskies, die nach einer bestimmten Formel in einem bestimmten Verhältnis verbunden werden. Diese Formel ist ein streng gehütetes Geheimnis der einzelnen Brennereien, denn das Blending ist eine komplizierte Kunst und erfordert langjährige Erfahrung. Die größte Herausforderung besteht dabei darin, dass sich die entsprechenden Malts und Grains am Gaumen in einer Art und Weise ergänzen bzw. sogar verbessern, dass dauerhaft ein gleichbleibender Geschmack und ein entsprechend hohes Qualitätsniveau gewährleistet werden kann. Nach dem Blending ruht das Destillat noch einige Monate in Fässern aus Eichenholz, ehe es mit Quellwasser auf eine angenehme Trinkstärke von 40% oder 43% Vol. herabgesetzt und in Flaschen abgefüllt wird.

„Old Vatted Glenlivet war der erste Blend der Welt“

Als Erfinder des Blendings gelten Andrew Usher senior (1782-1855) und Andrew Usher junior (1826-1998). Usher senior kreierte bereits im Jahr 1853 seinen ersten Blend („Old Vatted Glenlivet“), der ausschließlich aus einzelnen Single Malts bestand und sich durch einen sehr kräftigen und rauen Charakter auszeichnete. Um die Nachfrage nach einem Whisky mit einem etwas milderen und ausgewogeneren Geschmack zu erfüllen, mischte sein Sohn wenige Jahre später erstmals noch weichen Grain Whisky bei. Der so entstandene „Usher’s Green Stripe“ ist in seiner originalen Rezeptur auch heute noch erhältlich.

Aberfeldy Destillery – produziert neben Single Malt auch große Mengen für die Blended Herstellung. (Foto: Heinz Fesl)

Blended Whisky ist eine extrem beliebte Whiskyvariante, die einen Großteil des weltweiten Absatzes von Whisky ausmacht. Mittlerweile werden beispielsweise in Schottland über 90% der Destillate als Blend vermarktet. Bekannte Marken sind u.a. Chivas, Ballantine’s, Dewar’s oder Johnnie Walker, die meist nach den Kaufleuten benannt wurden, die Anfang des 19 Jahrhunderts damit begannen, verschiedene Whiskies zu mischen, um ein immer gleich schmeckendes Getränk zu erhalten.

Letztlich trägt neben der geschmacklichen Ausgewogenheit auch die günstige Herstellung des im Blend enthaltenen Grain Whiskies (im Gegensatz zum Malt Whisky) zum Erfolgsrezept bei.

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