Wolfburn

Herkunft: Schottland/ Northern Highlands /Region Caithness

Die nördlichste Destillerie Schottlands befindet sich seit Januar 2013 wieder in Thurso, der nördlichsten Stadt Großbritanniens und gleichzeitig das Tor zu den nordisch geprägten Orkney-Inseln. Umgeben von waghalsig-beeindruckender Landschaft, eingebettet in die Torf-Ebene des sog. „Flow Country“, Europas größtem zusammenhängenden Torf-Sumpf, stand hier an fast derselben Stelle vor beinahe 200 Jahren schon einmal eine Destillerie. Gegründet im Jahre ... ... >> weiterlesen


Wolfburn

Die nördlichste Destillerie Schottlands befindet sich seit Januar 2013 wieder in Thurso, der nördlichsten Stadt Großbritanniens und gleichzeitig das Tor zu den nordisch geprägten Orkney-Inseln. Umgeben von waghalsig-beeindruckender Landschaft, eingebettet in die Torf-Ebene des sog. „Flow Country“, Europas größtem zusammenhängenden Torf-Sumpf, stand hier an fast derselben Stelle vor beinahe 200 Jahren schon einmal eine Destillerie. Gegründet im Jahre 1821 von William Smith und benannt nach dem Fluss, aus dem sie ihr Wasser bezog: Wolfburn. Erbaut damals aus Caithness Plattensandstein mauserte sich die Destillerie innerhalb weniger Jahre zur größten Brennerei in der Region Caithness, mit einer jährlichen Produktion von etwa 125000 L. Bis in die 1850er Jahre blieb die Brennerei im Besitz der Familie Smith, jedoch verliert sich die Spur der ursprünglichen Wolfburn Destillerie Anfang der 1860er Jahre im Strom der Zeit. Sicher ist, dass Wolfburn eines Tages den Brennbetrieb einstellte. Wann genau, ist heute nicht mehr nachzuvollziehen. Einzige Hinweise liefert die erste, offiziell-amtliche Landvermessungskarte der Region, die 1872 erschien: darauf wurde die Brennerei als Ruine angegeben. Wieder fünf Jahre später ist auf der nachfolgenden Ausgabe der Karte keine Rede mehr von einer Ruine, und die Brennerei selbst ist wieder auf der Karte verzeichnet. Was genau zu dieser Zeit in Wolfburn vor sich ging, ob man unregelmäßig produzierte, ab wann gar nicht, wann genau man die Brennerei aufgab, wird wohl auf ewig ein Geheimnis bleiben.
Heute steht 350 m entfernt vom ursprünglichen Standort, ein wenig gen Ozean gerückt, die neue Wolfburn Destillerie. Ins Leben gerufen beginnend 2011 von einem Privat-Konsortium, brennt man an alter Stelle seit Januar 2013 wieder Whisky wie zur damaligen Zeit: viel Handarbeit, kaum automatisierte Prozesse stellen einen Whisky her, der gespannt auf sich warten lässt. Das Logo der Brennerei ziert der sagenhafte „See-Wolf“, inspiriert von einem Holzschnitt des Zoologen Konrad Gesner aus dem 16. Jahrhundert. Dem Wolf nicht unähnlich, kann der „See-Wolf“ auf Wasser laufen und bringt all Jenen, die ihn zu Gesicht bekommen, Glück für ihr restliches Leben. Seit dem Spätwinter 2016 ist die allererste, die sog. „Inaugural Release“, so etwas wie die „Antritts-Abfüllung“, ein dreijähriger Whisky aus überwiegend ehemaligen Bourbon-Fässern und zu einem kleinen Teil in ehemaligen Laphroaig Quarter Casks nachgereift, auf dem Markt.