J.Bally

Herkunft: Martinique

Jacques Bally, Absolvent der weltbekannten École Centrale des Arts et Manufactures in Paris, verließ Anfang des 20. Jahrhunderts seine Heimat, und tauschte Paris ein gegen die dunklen und geheimnisvollen Vulkanküsten von Le Carbet, an der nördlichen Karibikküste von Martinique.
Gerade einmal 15 Jahre zuvor hatte dort der Mount Pelée bei seinem Ausbruch die Stadt Saint Pierre, das „Paris der Karibik“, das etwa 5 Minuten Fahrt von Le Carbet entfernt lag... ... >> weiterlesen


J.Bally

Jacques Bally, Absolvent der weltbekannten École Centrale des Arts et Manufactures in Paris, verließ Anfang des 20. Jahrhunderts seine Heimat, und tauschte Paris ein gegen die dunklen und geheimnisvollen Vulkanküsten von Le Carbet, an der nördlichen Karibikküste von Martinique.
Gerade einmal 15 Jahre zuvor hatte dort der Mount Pelée bei seinem Ausbruch die Stadt Saint Pierre, das „Paris der Karibik“, das etwa 5 Minuten Fahrt von Le Carbet entfernt lag, völlig zerstört. Entsprechend günstig konnte man in dieser Gegend zu dieser Zeit Land erwerben. Jacques Bally ergriff eine solche Gelegenheit und erwarb Lajus, eine alte, bis auf das späte 17. Jahrhundert zurückdatierende Zuckerrohrplantage, die 1902 dank der Eruption des Mount Pelée Bankrott gegangen war.
Bally baute eine neue Dampfmaschine ein, tauschte und erneuerte die veralteten Maschinen und Techniken, konstruierte eine Brennblase und designte sogar die charakteristisch eckigen Flaschen selbst, die später den von ihm gebrannten Rum aufnehmen sollten. Die Geschichte wird ein Erfolg und mit den 1930er Jahren kennt man den „Rum J. Bally“ bereits auf der ganzen Welt. Nach dem Tode Jacques Ballys führten steigende Nachfrage und eine erweiterte Produktion zum Erwerb der Marke durch Remy Cointreau und schließlich zur Verlegung der Rum-Produktion von Lajus in Martiniques zentrale Destillerie Simon. Dorthin hatte man nach der Schließung der ursprünglichen Destillerie in Lajus Ende des 20. Jahrhunderts auch den „Coeur de Chauffe“, den Destillier-Apparat gebracht, mit dem auch heute noch J. Bally Rum gebrannt wird.
Die Ideen und die handwerkliche Expertise Jacques Ballys blieben durch die Jahrzehnte und über den Besitzerwechsel hinaus erhalten und werden heute noch als hohes Gut gepflegt. Nach wie vor wird in Le Carbet abgefüllt und auch die Lagerhäuser stehen noch dort. Und so schmeckt jede Flasche J. Bally Rum noch wie vom Meister Jacques Bally selbst kreiert.
Das Portfolio umfasst heute unter anderem den “Bally Héritage XO“ aus sieben bis zwölf Jahre altem Rum, einen je drei-, sieben- und zwölfjährigen Rum in der charakteristisch dreieckigen Flasche, den „Bally Blanc“, einen weißen Rum, sowie verschiedene Jahrgangsabfüllungen, unter anderem Rum aus den Jahren 1997, 1998 und 2000.