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Allt-a-Bhainne
Lange schon echter Ein-Mann-Betrieb, ist Allt-a-Bhainne eine der, wenn nicht die effizienteste Brennerei der Speyside überhaupt.
Herstellung und Produktion von Allt-a-Bhainne
Allt-a-Bhainne war als eine der ersten Brennereien auf einen “Ein-Mann-Betrieb” ausgelegt – und das bei einer jährlichen Produktion von beachtlichen rund 4,5 Mio. L Alkohol pro Jahr. Die gesamter Ausstattung befindet sich in einem einzigen, weitläufigen Raum – der Maischbottich dabei an einem, die 4 Brennblasen am anderen Ende und dazwischen liegen die 8 Edelstahl-Gärbottiche.
Das Wasser stammt aus dem Scurran Burn und dem Rowantree Burn, die sich ihren Weg vom Ben Rinnes in Richtung Tal bahnen, das Wasser für die Kühlprozesse liefert der Mains Burn.
Da es vor Ort keine Lagermöglichkeiten gibt, wird der Rohbrand mittels Tanklastwagen ins nahegelegene Keith gebracht, wo er in Fässer abgefüllt und auch gelagert wird.
Wie schmeckt ein Allt-a-Bhainne Whisky?
Das New Make eines Allt-a-Bhainne ist normalerweise leichtfüßig und fruchtig, seit einigen Jahren aber wird auch ab und an eine kräftig torfrauchige Variante gebrannt. Ein typischer Allt-a-Bhainne – wenn man ihn denn als Single Malt überhaupt findet – schmeckt süß, floral und fein fruchtig.
Empfehlungen/ besondere Abfüllungen
Die Geschichte von Allt-a-Bhainne
Die Allt-A-Bhainne, manchmal auch Allt A’ Bhainne geschrieben, liegt im Herzen der Whisky-Region Speyside, südlich von Dufftown entlang der Ausläufer des Ben Rinnes. Ihr gälischer Name (ausgesprochen „aulta-wanje“) bedeutet übersetzt so viel wie „Bach aus Milch“.
Die von den Chivas Brothers erbaute Brennerei stammt aus dem Jahr 1975 und ist damit vergleichsweise jung. Die Chivas Brothers waren damals einer der Tochterfirmen des kanadischen Getränke-Weltkonzerns Seagram.
Allt-a-Bhainne wurde damals vor allem errichtet, um den Nachschub für die eigenen Chivas Blended Whiskies sicherstellen zu können.
Als Seagram im Jahr 2000 vom französischen Medien-Konzern Vivendi aufgekauft wurde, veräußerten die neuen Besitzer weite Teile des ehemaligen Kerngeschäfts, und so wurden die Brennereien des Konzerns auf Diageo und Pernod Ricard aufgeteilt, wobei Allt-á-Bhainne an Pernod Ricard ging, die die Destillerie ab Oktober 2002 stilllegten. Als man sich knapp drei Jahre später dazu entschloss, einen Vorstoß in das Marktsegment der Premium Blends zu versuchen, nahm man im Mai 2005 die Brennerei wieder in Betrieb, die seitdem ununterbrochen produziert.
Da die Chivas Brothers keine Brennerei auf Islay besitzen, ging man 2010 schließlich dazu über, einen Teil des in Allt-á-Bhainne gebrannten Whiskies aus getorfter Gerste herzustellen. Das Ergebnis ist ein mit 10 ppm leicht getorfter Whisky.
Aktuell existiert keine einzige offizielle Abfüllung dieser Destillerie. Aller gebrannter Whisky geht ein in die verschiedenen Blends des dahinterstehenden Groß-Konzerns Pernod Ricard. Die wenigen Flaschen Allt-á-Bhainne Whisky, die es von unabhängigen Abfüllern wie z.B. Gordon & McPhail oder Signatory gibt, gehen zumeist noch zurück auf die Zeit vor dem Besitzerwechsel.
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